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Verkauf von Pestiziden im Internet strenger kontrollieren

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Verkauf an Privatpersonen nur bei zugelassenen Pflanzenschutzmittel

08.12.2008 - "Der Gesetzgeber sowie die zuständigen Behörden müssen dafür sorgen, dass in Deutschland und in der EU nur zugelassene Pflanzenschutzmittel verkauft und eingesetzt werden. Es gilt, den Verbraucher und die Umwelt, Gewässer inklusive des Trinkwassers vor diesen Chemikalien zu schützen".
Dies erklärten die Verbände Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft BDEW, in Berlin.

Bisher sind Pestizide an Privatpersonen vor allem über den Fachhandel verkauft worden. Die Verbände kritisieren, dass nunmehr in verschiedenen Fällen im Internet-Handel sogar nicht mehr zugelassene Pestizide an Privatpersonen verkauft werden.

Privatpersonen könnten in diesen Fällen auch sehr große Mengen von Pestiziden per Internet erwerben.

Die angebotenen Verpackungseinheiten von zugelassenen Pestiziden sind oftmals größer als die nach den geltenden gesetzlichen Vorschriften zum Verkauf im Fachhandel zugelassenen. Damit unterläuft der Internetverkauf in diesen Fällen die rechtlichen Bestimmungen und Vorgaben für die Vermarktung von Pestiziden in Deutschland und in der EU. Dies gefährde die Gesundheit von Mensch und Umwelt.

Wer keine sach- und fachkundige Beratung der Verbraucher im Internet sicherstellen kann, dürfe nach Ansicht der Verbände diese Produkte auch nicht im Internet anbieten. Da in diesen Fällen die Selbstverpflichtung und Kontrolle der Internet-Provider beim Pestizidverkauf offensichtlich unzureichend ist, müsse der Staat hier regelnd eingreifen.

Die Verbände setzen sich derzeit auch in Brüssel nachdrücklich für strengere Vorschriften zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ein. Es bestehe die Gefahr, dass sich für verbotene Pestizide ein "grauer Markt" bildet.

Quelle: VzBv

Die Wirtschaftssendung WISO griff das Thema gestern um 19:25 Uhr auf.
 
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