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Flugpersonal am Limit der Belastbarkeit

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Einflussfaktoren auf die menschliche Gesundheit  - Prävention und Bewusstseinsstärkung statt mehr Risiko als nötig

Strahlenbelastung, Weichmachereinflüsse aus den Flugzeugmaterialien, Pestizide, unregelmäßige Lebensgewohnheiten und Ölbestandteile in der klimatisierten Kabinenluft. Werden die Gefahren erkannt – sind Gefahren gebannt. Doch wie sieht der Handlungsbedarf aus? 

Auf verschiedensten Ebenen befasst man sich mit den Gefahren für das Flugpersonal. Z.B. berichtete am 3. Februar 2009 das ARD-Wirtschaftsmagazin Plusminus über kontaminierte Kabinenluft an Bord von Verkehrsflugzeugen durch das Nervengift Trikresylphosphat (TCP).

Im WDR Markt XL – Fernsehbeitrag ging es am 09. März 2009 um: "Flugverkehr: Ungefilterte Kabinenluft". Es hieß: „Die Kabinenluft in Flugzeugen ist oftmals mit Chemikalien kontaminiert. Die Fluggesellschaften und Industrie spielen die Gefahren meist herunter.“ 

In der Drucksache 16/12179 – 2 – Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode stellte die Fraktion der BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN an die Bundesregierung folgende Fragen:

1) Hat die Bundesregierung Erkenntnisse über die Gefährdung von Flugpersonal und Passagieren in diesem Zusammenhang (TCP)? Wenn ja, seit wann?
2) Ist die Bundesregierung der Auffassung, dass das Einatmen von erhitzten Triebwerksöldämpfen für die Gesundheit von Besatzungen und Passagieren unbedenklich ist?
3) Wie viele Meldungen von Besatzungen beim Luftfahrt-Bundesamt sowie der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung über Vorfälle mutmaßlicher Kontamination der Kabinenluft gemäß Verpflichtung nach § 5b der Luftverkehrs- Ordnung (LuftVO) wurden seit 2004 erfasst? 

Die Bundesregierung antwortete unter Anderem am 5. März 2009: „Seit 2004 wurden vom Luftfahrt-Bundesamt 156 Meldungen erfasst, die sich auf Rauch oder Geruch im Flugzeug beziehen. Dies sind 4,3 Prozent der insgesamt 3 620 eingegangenen Meldungen.“

Die Fragen, die sich stellen lassen, sind:

1.) Wie viele Vorfälle werden erst gar nicht registriert und wie fahrlässig wird mit der menschlichen Gesundheit im Flugbetrieb umgegangen?

2.) Was kann jeder Einzelne tun und an welcher Stelle sind präventive Maßnahmen seitens der Airline gefordert und längst überfällig? 

Die Erkrankungsfolgen können von einer Krebserkrankung durch ein dauerhaft geschwächtes Immunsystem, einer Vergiftung durch einen Überfluss an giftigen Chemikalien, einer Depression aufgrund eines instabilen biochemischen Gleichgewichts – teilweise durch neurotoxische Chemikalien ausgelöst -, einem Alkoholismus aufgrund von Frustrationsbetäubung, einer Schlafstörung durch einen chronischen Melatonin- und Serotoninmangel bis hin zu chronischen Haut-, Nasenneben-, Stirnhöhlen-, und Nierenbeckenentzündungen reichen. 

Die Erkennungsmerkmale dafür, dass das Immunsystem eines Flugbegleiters oder Piloten geschwächt ist, sind so individuell verschieden, wie die Möglichkeiten diese zu verhindern.

Das Ziel sollte es sein eine vorausschauende Lebensführung zu gestalten und Prävention statt Nachsorge zu betreiben. Hierbei ist der jeweilige Mitarbeiter genauso gefordert, wie die Airline, die ihrer Fürsorgepflicht nachzukommen hat. 

Prävention beginnt mit offener und ehrlicher Aufklärung. Ursachenbekämpfung pro Leben und contra Erkrankung – Eigenverantwortung und Vorgesetzten-Fürsorge als Grundbaustein.

Die dauerhafte Aufnahme von Schadstoffen führt zu einer Destabilisierung des menschlichen Organismus.

Bereits rund 50 % der deutschen Bevölkerung soll genetisch nicht mehr in der Lage sein, ausreichend zu entgiften. Genmutationshervorrufende Stoffe wie z. B. Pestizide lösen bereits bei der Normalbevölkerung irreversible Schäden hervor.

Das Flugpersonal gehört zu den Hochrisikogruppen – jeder weiß es, zu wenig wird gehandelt. 

Die Folgen der DNA-Schäden, Blut-Hirn-Schrankendeffekte (Membran zum Schutz des Gehirns, die durch Strahlung angegriffen wird), Zellentartungen mit der möglichen Folge einer Krebserkrankung und der chronischen Entzündungen, sowie der Hirn- und Organschäden sind evident.  

Fast jede Erkrankung, die nicht gerade genetisch bedingt ist, hat ein und dieselbe Ursache – auch wenn die ursprünglichen Auslösefaktoren verschieden sein mögen: Im Grunde geht es bei der Aufrechterhaltung der „Gesundheit“ immer darum, ob die Balance zwischen antioxidativ (reduzierend) und oxidativ (NO-akkummulierend) wirkenden, biochemischen und körpereigenen Substanzen aufrechterhalten werden kann und wird. Ist der Anteil an den schwächenden und krankmachenden Oxidantien (freien Radikalen) über einen längeren Zeitraum größer, als der Anteil an den für den menschlichen Organismus lebensnotwendigen Anti-Oxidantien (Radikalfängern), gerät der Mensch in „Stress“. Da sich „oxidativer Stress“ zu Beginn, teilweise sehr schwer von rein psychischem Stress differenzieren lässt, werden aufkeimende Symptome wie Schlappheit, Kopfschmerzen, Schwäche, Missmut, Antriebs– und Lustlosigkeit, depressive Verstimmung und fehlende Konzentration bzw. Immunabwehr (wiederkehrende Infekte), nur selten als Anlass für einen Check-up bei einem orthomolekularmedizinisch kundigen Facharzt gesehen (teilweise Umweltmediziner).

Antibiotika und Psychopharmaka sind zwar oftmals nicht indiziert, aber die Mittel die gewählt werden. Stellt man die Balance durch körpereigene Substanzen wieder her, lässt sich das Allgemeinbefinden und die Immunabwehr, oftmals mit relativ wenig Aufwand, in den regenerativen Ursprung zurückführen – mit „Antiaging“ als Nebeneffekt. 

Mögliche Auslöser für oxidativen Stress, außer den bereits genannten, können u.A. sein:

Unregelmäßiger Schlaf, nährstoffarme Ernährung, unausgewogene Kost (Übersäuerung), zuviel Zucker, Weißmehl- und Fertigprodukte, Schadstoffüberbelastung durch physikalische (Mobilfunk, DECT-Telefone, UMTS, WLAN, Röntgen, kosmische Strahlen) und chemische (Pestizide, Weichmacher, Lösemittel, Kosmetikinhaltsstoffe, Drogerieartikel, Duftstoffe, Imprägniermittel, Formaldehyd, Ozon, Kohlen-monoxyd, Putzmittel, Triebwerksöl, Baustoffe, Farben aus der Kleidung, branntschützende Stoffe in der Uniform) Faktoren, Schwermetalle (Nickel aus Nüssen, Besteck, Schmuck und Kochgeschirr) aus der Nahrung oder/und insbesondere aus Zahnwerkstoffen wie Amalgam, Gold, Titan und Palladium, biogene Einflussfaktoren (Schimmel, Bakterien, Viren, Parasiten), Alkohol, ein zu geringes Maß an Wasseraufnahme (weniger als ca. 2L pro Tag), mehr als 2-3 Mal Sport pro Woche (a 30 Minuten) und auch psychischer Stress (Trauma, Trauer, Trennung, Arbeitsplatzgefährdung- oder/und Verlust, Sorgen, Ängste). 

Prävention zählt in der heutigen, gängigen Medizin und Wissenschaft sicherlich noch nicht so sehr, wie es nötig wäre. Daher ist das Flugpersonal, sowie die ein Vielflieger darauf angewiesen, sich bewusst und eigenverantwortlich mit der Aufrechterhaltung der Gesundheit & Balance zu beschäftigen. Mikronährstoffe und Schutz – Orthomolekularmediziner und kundige Apotheker sind gefragt. Wichtig ist, dass der Mikronährstoffbedarf ganz individuell ermittelt und gegebenenfalls substituiert wird.

Eine präventive Aufbaukur und insbesondere eine therapeutische Dosierung sollte stets in Begleitung eines fachkundigen Arztes und Therapeuten durchgeführt werden. 

Das intelligente Immunsystem: Unser Darm

Die Darmflora beeinflusst zahlreiche metabolische und immunologische Funktionen und stellt zudem eine natürliche Barriere gegen krankmachende Keime dar. An erster Stelle steht daher immer die Achtsamkeit bezüglich der Gesunderhaltung des regulierenden Darms. Ist eine Dysbalance eingetreten, sollte die Balance konsequent wiederhergestellt werden. Eine Beachtung des ph-Wertes kann dabei genauso nützlich sein, wie die Einstellung auf eine trennkostorientierte Ernährung.

Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass die gesundheitsfördernden milchsäurebildenden Bakterien (LAB) über die Nahrungsaufnahme beeinflusst werden können. Eine Verringerung der Tumorentstehung konnten verschiedene Autoren mit unterschiedlichem LAB nachweisen (Goldin und Gorbach 1984, Kulkarni und Reddy 1994, Reddy und Rivenson 1993, Singh et al. 1997). 

Können Sie etwas schwer verdauen? – Wenn ja, vermeiden Sie es! Provokation macht krank! 

Mehr Prävention im Flugbetrieb - eine Qual? – Nein, mehr Qualität für`s Leben und gute Flüge!

 
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