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Home The News Zur Bestimmung von Kontaktallergenen kommt ein neues Prüfverfahren zur Anwendung

Zur Bestimmung von Kontaktallergenen kommt ein neues Prüfverfahren zur Anwendung

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Allergien haben in den vergangenen Jahren weltweit explosiv zugenommen

Fast jeder Zweite klagt über Unverträglichkeitsprobleme oder allergischen Reaktionen.
Wenn man bedenkt, dass bereits rund 50 % der Bevölkerung, industrialisierter Länder, exogen verursacht und demzufolge genetisch bedingt nicht mehr in der Lage sind, Schadstoffe zu verstoffwechseln, kann eine „Unverträglichkeits- bzw. Abwehrreaktion“ die einzige logisch und wissenschaftlich erklärbare Auswirkung der Schadstoffüberflutung sein.

Die Wissenschaft und Politik muss handeln!


So sind nicht nur neue Diagnostik- und Therapieverfahren nötig, sondern auch Laborverfahren, die eine frühzeitige und für den Patienten unschädliche Erkennung ermöglichen. Die Ursachen von Allergien sind zahlreichen Ursprungs und differenziert zu betrachten.

In der Regel gilt:
„Lieber Patient, gnade Dir Gott, wenn der Verdacht aufkommen sollte, dass Du aufgrund von Schadstoffen / Chemikalien erkrankt bist. Sollte das der Fall sein, wirst Du viel Geld, Nerven, Zeit, Verstand und Kraft benötigen.“

Die Gründe sind so schwer zu verstehen, wie sie simpel sind. Sollte der Allergie- und Umwelterkrankungsauslöser als selbstverschuldet eingeordnet werden können, wird man alle in der Wissenschaft zur Verfügung stehenden Möglichkeiten beanspruchen dürfen – selbst die Krankenkassen sind dabei sehr entgegenkommend.
Sollten allerdings Fremdinteressen der mächtigen und wohlhabenden pharmazeutischen und chemischen Industrie mit Diagnostikergebnissen angegriffen werden können, bleibt dem oftmals schadstofferkrankten Allergiker nur der einsame Weg und der Kampf gegen Windmühlen.

Don Quichote hätte in dieser Zeit der zum großen Teil lobbyismusgesteuerten Medizin und Wissenschaft sein reinstes Vergnügen gehabt.

Zahlreiche Erklärungsversuche werden ins Leben gerufen. Kontroversen, die von der eigentlich Problematik und Ursache diversester Krankheitsbilder ablenken sollen, werden kreiert, konzipiert, manipuliert und am Leben erhalten.

Einer der plausibelsten und auch zu Genüge wissenschaftlich bewiesenen Faktoren für die Verbreitung allergischer Reaktionen ist die wachsende Zahl an Produkten und deren für uns Menschen gefährlichen Inhaltsstoffen, mit welchen sich der Mensch in Industrienationen täglich und viel zu massiv umgibt.
Die Palette reicht von neurotoxischen, gentoxischen, kanzerogenen, Blut-Hirn-Schranken-zerstörenden, immuntoxischen bis hin zu Psyche-manipulierenden Schadstoffen, die sich in alltäglichen Gütern und Alltagsprodukten befinden und vor der Existenz einer REACH-Gesetzgebung nicht vor Vermarktung auf die Schädlichkeit für Umwelt, Mensch und Tier geprüft wurden.

Gerade im Falle von Kontaktallergien können sowohl die Hersteller als auch die Anwender der Produkte mögliche Gefahren durch Vermeidung bekanntermaßen allergieauslösender Stoffe vermeiden. Das allergene Potenzial aufgrund von neuartigen Rezepturen und Kombinationen ist laborspezifisch noch nicht ausreichend bekannt.

Das Versuchslabor „Mensch“ zeigt hingegen bereits erschreckende Ausmaße der Kombinationswirkung auf den menschlichen Organismus. Von Neurodermitis, Schuppenflechte, ADS/ADHS, Morbus Alzheimer, Parkinson über zahlreiche andere Diagnosen bis hin zum Endstadium Krebs - Die Ergebnisbilder sind so schwarz/weiß und künstlich erstellt wie sie in der nüchtern betrachteten Realität, bunt sind.

Die Politik wird offen und präventiv mit dem vorhandenen Wissen umgehen müssen. Der Wahrheit kann man sich nur für begrenzte Zeiträume verschließen. So unerfreulich, unverständlich, ignorant und starr die Vorgehensweise der Politik zu dem Thema „Umwelt&Gesundheit“ auch ist – z.b. Planung neuer Müllverbrennungsanlagen, neuer Kohlekraftwerke, neuer Duftstoffsprühanlagen-Einsatzgebiete wie z.B. in Schulen und S-Bahnen, neuer Atomkraft – Unterstützungs – Maßnahmen – so erfreulich können in diesem Zusammenhang Nachrichten über wissenschaftliche Fortschritte pro Mensch und Natur sein.

So ist Forschern des Instituts für Hygiene und Biotechnologie (IHB) an den Hohenstein Instituten erstmals gelungen, mittels eines in-vitro Zellkulturtests, selektiv Allergiepotenziale von Produkten sicher zu erfassen, für die bislang nicht ausreichend Sensibilisierungsdaten vorlagen. Beispielweise können nun weitere schädliche Farb- und Duftstoffe und Chemikalien auf ihre toxische und allergieauslösende Wirkung getestet werden.

 

Zur Überprüfung von Rohstoffen, Zwischen- und Endprodukten verwenden die Wissenschaftler spezielle Immunzellen, die auch „Wächterzellen“ der Haut genannt  werden. Diese Immunzellen können von außen eindringende Antigene aus benachbarten Zellen der Oberhaut aufnehmen, erkennen und eine Immunantwort auslösen. Der Startpunkt einer Allergie kann somit definiert werden. Die Wächterzellen übernehmen in der menschlichen Haut und in diesem Testverfahren die Aufgabe, eine Chemikalie als Allergen einzustufen. Erkennen sie eine aus dem Produkt gelöste Substanz als körperfremd, so wird das Allergen zusammen mit spezifischen Markermolekülen auf ihrer Zelloberfläche präsentiert. Anhand dieser Markermoleküle lässt sich der entscheidende Prozess – die Erkennung der Substanz und ihre Einstufung als Allergen – quantifizieren.
Die neue Testmethode empfiehlt sich für eine Vielzahl von in-vitro Produktprüfungen, um Sensibilisierungsrisiken (allergenes Potenzial) zu erfassen. Sie ergänzt den Epikutantest, ein etabliertes und normiertes Nachweisverfahren für Kontaktallergien, welches aber als Provokationstestung eingestuft werden muss und den kritisch zu bewertenden Nachteil mit sich führt, dass der Patient heftigste Reaktionen – teilweise neu entstandener Sensibilität - durchleben kann und muss.

Das neue in-vitro Verfahren besitzt gegenüber dem Hauttest den klaren Vorteil, dass es alle von Produkten ausgehenden allergenen Wirkungen erkennt und zugleich eine Austestung von Allergenen erlaubt, für die bisher außer LTT, ITT und BDT (in-vitro Verfahren die seitens der Herstellerindustrie und des Gesundheitssystems boykottiert werden und daher wenig Akzeptanz finden) keine sonstige Bestimmung ermöglicht wurde (z. B. unbekannte Reaktions- und Abbauprodukte chemischer Substanzen). Auch native Allergene in flüssiger oder fester Zustandsform können überprüft werden. Diese Alternative im Hinblick auf die Ermittlung des allergenen Potenzials von Chemikalien macht auch im Rahmen der REACH-Gesetzgebung Sinn.

Neben den bereits etablierten Prüfverfahren zur Zellschädigung (Zytotoxizität), DNA-Schädigung (Genotoxizität) und Irritation, ist damit auch ein weiterer Test verfügbar, der die Fragen nach der Sicherheit und Verträglichkeit von Produkten wissenschaftlich beantworten kann.

Da bleibt nur noch festzuhalten:

An den vorhandenen Möglichkeiten werden wir Menschen sicherlich nicht scheitern. Das, was uns erkranken lassen und ruinieren kann, ist lediglich unsere Blind- und Feigheit, die uns daran hindert den Tatsachen und Risiken frühzeitig ins Auge zu schauen und naheliegende Chancen zu nutzen.

Kompliment und Motivation für die seriöse und lobbyunabhängige Wissenschaft und Ansporn für die Politiker!? – Die Zahlen der Allergiker und schadstoffinduzierten Erkrankten werden es dokumentieren – die Frage, die sich stellt ist:

WIE LANGE NOCH?

 
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