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Luftverschmutzung in Gebäuden und Multi-System-Erkrankungen

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Zusammenfassung der Konferenz "Umwelt und Gesundheit: Luftverschmutzung in Gebäuden und Multi-System-Erkrankungen" vom 5 Dezember 2008, Europarat, Straßburg

Eine wachsende Zahl von wissenschaftlichen Studien belegen die Zusammenhänge zwischen bestimmten Schadstoffen und bestimmten Arten von Krankheiten, wie Allergien, Erkrankungen der Atemwege oder Krankheiten des zentralen Nervensystems - um nur einige Multi-System-Erkrankungen herauszugreifen.

Bild URBild UR

Round Table mit Vertretern von Medien und Politik

Es war Jean Huss (Luxemburg, SOC), Berichterstatter der parlamentarischen Versammlung des Ausschusses für Umwelt, Landwirtschaft und lokale und regionale Angelegenheiten, der die Konferenz mit dem Thema: "Umwelt und Gesundheit: Luftverschmutzung in Gebäuden und Multi-System-Erkrankungen" beim Rat der europäischen Zentrale in Straßburg am 5. Dezember 2008 vorstellte.

Die Experten die an der Konferenz teilnahmen, zogen den Schluss, dass eine dringende Antwort seitens der europäischen Politik erforderlich ist, um den allgegenwärtigen "Cocktail" aus chemischen, physikalischen und biologischen Arbeitsstoffen (elektromagnetische Felder, Stoffe aus der Bauindustrie, giftige Schimmelpilze usw.) welche uns tagtäglich umgeben und in erschreckendem Ausmaß neue Krankheiten bzw. neue Syndrome verursachen - endlich in den Griff zu bekommen.

Verschmutzung (Belastung durch Chemikalien und/oder Feinstaubbelastung) innerhalb von Wohnungen und Gebäuden (egal ob alt oder neu) sind teilweise schädlicher für die Gesundheit als Außenverschmutzung. Die Teilnehmer bedauerten, dass Umweltkrankheiten immer noch als eine Art Randgruppe innerhalb der Gesundheitssysteme angesehen werden. 


Interview Jean Huss (Französisch) - Conference on Environment and Health - Council of Europe 2008

Es fehlt aufgrund mangelnder Qualifikation seitens der Schulmedizin - wegen fehlender Aus- / Fort- und/oder Weiterbildung in Sachen "Multi-System-Erkrankungen" ganz einfach an einer entsprechenden medizinischen Versorgung der Bevölkerung durch qualifizierte Umweltmediziner.

In der Regel werden schadstoffinduziert erkrankte Menschen, also Menschen mit einer "Multi-System-Erkrankung" eher mit einer psychischen Störung, also mit einer psychiatrischen Diagnose behaftet als dass eine entsprechende Untersuchung eingeleitet wird um die tatsächliche Ursache der Erkrankung zu finden. Auch werden die hierfür notwendigen Diagnosen und Therapien in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen und auch die privaten Krankenversicherungen sperren sich hier immer öfter.

Der Mensch, welcher wo, wie und wodurch auch immer vergiftet wurde, steht durch diese Art der gesellschaftlichen Nichtanerkennung mit seiner schrecklichen Erkrankung ganz alleine da, muss dann auch noch wie Don Quichote gegen Windmühlen kämpfen - in diesem Fall gegen behördliche, sozialrechtliche Systeme vorgehen, um vielleicht irgendwann einmal, Jahre später, wenn denn dann überhaupt, eine Anerkennung in Sachen Vergiftung bestätigt zu bekommen. Leider erfahren diese "medizinischen Randgebiete" nur zwischen ein (1) und drei (3) Prozent rechtliche Anerkennung in Berufskrankheiten- und/oder Rentenverfahren.

Es ist ganz einfach bei entsprechenden Stellen nicht gewünscht, dass derartige Verfahren gewonnen werden. Die Summe etwaiger Schadensersatzforderungen wären so gigantisch hoch - wenn die Menschen tatsächlich einmal, auch durch die Medien wie Presse, Funk und Fernsehen - darüber aufgeklärt werden würden, womit sie sich denn im alltäglichen Leben so vergiften. Staat und Industrie könnten in solch einem Fall schließen. Von daher erteilt man lieber unter Anderem den Medien, die eh zum großen Teil durch genau die Industriezweige mittels entsprechender Aktienmehrheiten kontrolliert werden welche auch Verursacher sind, einen Maulkorb und lässt die bereits erkrankten Menschen sprichwörtlich im sauren Regen stehen.

Die Teilnehmer forderten daher die Anerkennung des Bereiches Umweltmedizin als eigenständige medizinische Disziplin um eine entsprechende medizinische Versorgung der Menschen gerade im Bereich der Umweltmedizin zu gewährleisten.

In seinem Bericht unterstrich Herrn Huss positive Fortschritte im Bereich des Umweltschutzes sowie beispielhafte Maßnahmen bestimmter NGOs, welche die Öffentlichkeit über derartige Themen informieren, sowie politische Entscheidungsträger die sich für Umwelt und Gesundheit einsetzen. Er schlug die Annahme einer globalen Strategie zur Verbesserung der Prävention von Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit der Umwelt vor.

Der Berichtsentwurf wurde der Versammlung des Ständigen Ausschusses in seiner Sitzung in der französischen Nationalversammlung in Paris am 13. März 2009 vorgelegt.

Weiterführende Links

   ^ Conference on "Environment and Health: Indoor Pollution and Muti System Illnesses" held in Strasbourg on 5 December 2008 - [English version] - [French version]
   ° Umweltmedizinische Fortbildung in Würzburg (120 Stunden) - EUROPAEM/dbu
   ° DVD-Paket des EUROPAEM Kongresses November 2008
   ° Akut gefährdete Gesundheit durch Umweltverschmutzung

 
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