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Umweltmedizin contra Multisystemerkrankungen - Ein Grundbedarf?

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Womit beschäftigt sich die Umweltmedizin und was sind „Multisystemerkrankungen“?

Über die europäischen Grenzen hinaus spricht Vieles für ein ganzheitliches, medizinisches Konzept, unter Berücksichtigung interdisziplinärer Kooperationsarbeit,  mit umweltmedizinisch ausgebildeten Experten der Ärzteschaft.

„Multi-System-Erkrankungen“

Trotz des Rufes der medizinischen Versorgung in Deutschland, weit über deutsche Grenzen hinaus, fehlt bisher eine angemessene Wahrnehmung und Versorgung von Umwelt verursachten „Multisystemerkrankungen“.

Unzureichend ausgebildete Mediziner, der sogenannte „Scientific Mainstream“ verharmlosen oft aus fehlender Kenntnis heraus umweltmedizinische Krankheitsbilder, die bei genauerer Betrachtung und Anwendung umweltmedizinischer Diagnostik- und Therapieverfahren  als schwere aber auch durchaus behandelbare Erkrankungen eingeordnet werden können.  

Patienten verbleiben hilflos und werden überdurchschnittlich oft vermeidbar chronisch krank und multimorbide. Eine weitere häufige und für den Betroffenen sich fatal auswirkende Folge ist, dass Patienten Opfer einer überstürzten psychosomatischen Einordnung werden. Die umweltmedizinischen Erkrankungen sind zu Genüge wissenschaftlich fundiert als somatische, oftmals durch Schadstoffe ausgelöste, Erkrankungen validiert und eingestuft worden.

Womit beschäftigen sich umweltmedizinisch kundige Ärzte und Wissenschaftler und was versteht man unter „Multisystemerkrankungen“?

Die Theorie der biochemischen Überforderung eines Körpers „Das Fass ist voll“, zur Erklärung der Ätiologie von umweltmedizinischen Krankheiten, wurde schon im Altertum durch Mediziner vertreten. Als Ursache wurde eine ungesunde Mischung der Körpersäfte gesehen. Die durch Lebensgewohnheiten und Umwelteinflüsse ausgelösten Beschwerden bekämpfte man nicht selten durch Aderlass – eine andere Form der „Entgiftung“.

„Multisystemerkrankungen“ sind schadstoffassoziierte Erkrankungen, die durch chronische Entzündungs- und Immunprozesse verstärkt und aufrechterhalten werden.

Belastungen mit Innen (VOC`s), - und Außenraumschadstoffen, mit physikalischen Belastungen, wie elektromagnetischen Feldern (Hoch- und Niederfrequenz),  mit Radioaktivität und Infektionserregern (z.B. Borrelien, Eppstein-Barr - und Herpesviren), lösen vermehrt Autoimmunprozesse aus, die sich gravierend auf die Vitalität, Lebensqualtität und Abwehrleistung der jeweils betroffenen Menschen auswirken.

Der klinischen Umweltmedizin stehen objektivierende und neuester Medizin und Wissenschaft entsprechenden Erklärungsmodelle und Behandlungskonzepte zu Verfügung, die diese von der Umwelt verursachten Krankheiten „Chronische Multisystemerkrankungen“ nicht nur  kompetent diagnostizieren und behandeln lassen, sondern auch individuelle, an die Patientenbedürfnisse angepasste, Heilungschancen erhöhen.

"Wer heilt hat Recht“ oder sollte es heißen, wer entgegensetzt besseren Wissens behandelt, erfüllt den "Tatbestand des Unrechts"?

Im Rahmen des Aktionsprogramms „Umwelt und Gesundheit“ des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung, wurden in einem Forschungsprojekt die Therapieerfolge einer physikalischen Therapie bei Umweltpatienten evaluiert. Anhand der kontrollierten  Therapiestudie „Evaluation eines Ansatzes zur Behandlung toxisch belasteter Personen“ konnte wissenschaftlich signifikant untermauert werden, dass sich Therapieerfolge bei Umwelt erkrankten Patienten durchaus erzielen lassen. 

Hierbei wird beachtet, dass als erster Therapieschritt stets die Vermeidung der verursachenden Faktoren Berücksichtigung findet. Chronische Multisystemerkrankungen bedürfen, nach moderner und präziser Diagnostik, der Elimination aller erkennbaren Belastungen. Hinzukommt eine individuell an den Patienten angepasste und Symptom reduzierende Behandlung. Meist folgt eine ganzheitlich ausgerichtete Kombination aus antioxidativer, antiinflammatorischer, ernährungsadaptierender und auch die Lebensumstände und Psyche berücksichtigender Therapie.

Ein maßgeschneiderter Therapie- oder/und Detoxifikationsplan ist abhängig von der Suszeptibilität des einzelnen Patienten (Komorbidität , Genetik, Metabolismus, Immunologie, umweltmedizinische Anamnese), der Art des auslösenden Stoffes (physikalisch, biogen, chemisch, unphysiologisches Metalle), dem Nitrosativen Stress (ONOO-Status) und dem Erkrankungsverlauf. 

Bei einer Störung der Stoffwechselentgiftungsfunktion werden beispielsweise oft multisystemische Symptome beobachtet, die seitens uninformierter Ärzte und Therapeuten zu schnell einer unzureichenden Diagnose zugeordnet werden. Hierzu zählen häufig die Krankheitsbilder der chronischen Müdigkeitserscheinung (CFS), des rheumatoiden Erkrankungsbildes, der Magen-Darm-Störung (Reizdarm, Koliken, Morbus Crohn, Durchfälle, Erbrechen, Colitis ulcerosa), der multiplen Chemikaliensensibilität (MCS), des Weichteilrheumas (Fibromyalgie), der Depression, der Multiplen Sklerose (MS), des Aufmerksamkeitsdefizits (ADS/ADHS), der Psychosen, der Herz-Kreislauferkrankungen, der Fettleibigkeit, der Metabolischen Erkrankungen, des Diabetes melitus, der HNO-Erkrankungen, der Allergie, des Asthmas, der Hauterkrankungen (Urtikaria, Neurodermitis, Psoriasis) und der Schmerzgeschehen (Migräne, HWS- , BWS- und LWS - Syndrome).

Repräsentative Befragungen ergaben, dass bereits 9-33% der Bevölkerung Intoleranzreaktionen aufweisen, wenn sie einzelnen Chemikalien oder deren Kombinationswirkungen mit anderen Schadstoffen ausgesetzt werden. Tägliche Symptome haben mindestens 4% (rund 3,5 Millionen Menschen) der deutschen Bevölkerung. Als durch Schadstoffintoleranzen (diagnostizierter, schwerer MCS) schwer beeinträchtigt gelten in Deutschland rund 0,5% der Bevölkerung. Zu den häufig nachweisbaren Risikofaktoren zählen die organischen Lösemittel, Pestizide, Formaldehyd, Mucotoxine, Schwermetalle, Chlorgase, Asbest, Duftstoffbestandteile, künstliche Zusatzstoffe, Weichmacher und Biozide.

Da aber skandalöserweise nur rund 1.2 % der Mediziner (lt. Bundesregierung 2008) in der Lage sind, adequat eine Umwelterkrankung festzustellen und diese erfolgreich zu behandeln, bedarf es vermehrter Schulungen von Medizinern, multipler Fachbereiche, die durch die Verbesserung ihrer wissenschaftlichen Kenntnisse zu Umweltmedizin, Biochemie, Toxikologie, Allergologie, Immunologie und Dermatologie, die obengenannten Krankheiten und deren Auslösefaktoren zielführender erkennen und im Sinne der Patienten beheben könnten. Dieser Bedarf  könnte durch kooperierende Ärzte- und Wissenschaftler - Kompetenzteams hervorragend und auf einzigartige Art und Weise bedient werden.

Da eine unglaublich hohe Zahl, die sicherlich in den Ausmaß vermieden werden könnte, von immer stärker erkrankenden Menschen (Multimorbidität und Chronifizierung in Folge) weltweit nicht ausreichend Hilfe bekommen und aufgrund von einer bisher unerkannten Schadstoffüberflutung stets hilfloser und kränker werden, wird das „Krankheitssystem“ immer weiter zum Schaden Aller unnötig überstrapaziert.

Ein Patientenzulauf in Richtung umweltmedizinisch kundiger Kompetenzteams würde sicherlich nicht nur in der Bundesrepublik, sondern weltweit zu registrieren sein und das würde infolgedessen nicht nur den bereits erkrankten Menschen, sondern auch den Ärztegeldbeuteln und einem auf dem Wohle des Patienten ausgerichteten Gesundheitssystem, somit allen Beitragszahlern, einen Gewinn ermöglichen.

Warum weigern sich die Verantwortlichen bisher die umsetzbaren Schritte umzusetzen?

Abgesehen davon, dass die Verursacher – Lobbyisten (Großkonzerne) einen durchstrukturierten Einfluss auf die Entscheider (Politiker & Regierungsangehörige) haben, würde für eine weltweite Umsetzung auch ein Eingeständnis seitens der bisher für dieses Disaster Veranwortlichen erforderlich werden. Es müsste eingestanden werden, dass „Schadstoffe“ (exogen & künstlich) einen großen Einfluss auf die weltweite Zunahme von vielen Erkrankungen, wie z.b. Krebs, haben und das man diese Fakten nicht nur seit Jahrzehnten erforscht und kennt, sondern dass man, ähnlich wie in den Lebensmittelskandalen, seit Jahrzehnten die Wähler- und Bürgerseite hinter`s Licht führt und die Allgemeinheit interessierende Fakten vertuscht und unterschlägt. Durch dieses Eingeständnis, müsste man "Gesichtsverlust" und Schadenersatzansprüche befürchten. 

Wahrheit und heilbringende Medizin und Wissenschaft wird eher in die Schublade der "Unwissenschaftlichkeit", als in die der Wahrheit und Notwendigkeit befördert.

Dass diese Vorgehensweise nicht nur kurzfristig, sondern insbesondere langfristig jedem Erdenbewohner schadet, das wird standardgemäß gerne verdrängt. Legislaturorientierung und Wirtschaftswachstumkonzentrierung lenkt zu Genüge von der Verantwortung für jeden einzelnen Wähler beruhigend ab.   

Information für den einzelnen Patienten zum Umgang mit ihrer Erkrankung im täglichen Leben und einer Linderung bringenden Lebens- und Ernährungsumstellung bedarf also, solange sich die Strukturen und Regierenden nicht geändert haben, einer Eigenverantwortung und der Erhöhung der privaten Service- und Beratungsleistungen, die weltweit in der nötigen Form, noch nicht existent ist. 

Sicherlich könnten durch Schwerpunktsetzung auf Präventionsmaßnahmen und Bestandteile der klinischen Umweltmedizin nicht nur fatale Nebenwirkungen auf Medikamente, Anästhetika, Nahrungsmittel, Alltagsprodukte und Arbeitsmaterialien vermieden werden, sondern es würde im Ganzen eine Reduzierung der Patientenzahlen erreicht werden.

 

Innovative und Interdisziplinäre Medizin zur maximalen Steigerung von Gesundheit und Gewährleistung bestmöglicher Patientenzufriedenheit bedingt eine nachhaltig und präventiv ausgerichtete Vision und Umsetzung - „Weniger ist Mehr“–„Back to Nature“

Patientenzufriedenheit, statt sinnloser Symptombehandlung

Ursachenlösung, statt Ressourcenverschwendung

Natürliches, statt krankmachender „Kunst“

Biologieerhaltendes, statt Fehldiagnostik und Behandlungsplacebos

Mehr Nachhaltiges, statt Lebensbedrohendes

Mehr Gesundheit, statt krankmachender Schadstoffe

Mehr Interdisziplin zur Erhöhung der Heilungschancen, statt unnützer Einzelkämpfe

Mehr Ökologie, statt organismusstörender Chemie

Weniger Kosten und Aufwand -> Mehr Gesunde und Gewinne

 
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