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Die Halswirbelsäule wird neu entdeckt

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Alternativmedizin oder wahrer Ursprung menschlicher Leidens

Zahlreiche Patienten sind heute multimorbid, das heißt, sie leiden unter mehreren Symptomen, die scheinbar nicht in Zusammenhang stehen. Die behandelten Ärzte haben dabei oftmals den Eindruck, lediglich die Symptome in Schach zu halten, ohne eine wirkliche Heilung zu erzielen. Der Grund dafür ist, dass die Halswirbelsäule (HWS) nicht als Ursprung für zahlreiche chronischen Krankheiten wie Allergien oder Diabetes wahrgenommen wird.

Bodo Kuklinski, Facharzt für Nährstoffe und Umweltmedizin an der Nährstoff-Akademie Salzburg [1], setzt sich seit Jahren mit dem Einfluss der HWS auf den menschlichen Organismus auseinander. Diese Woche präsentierte er in Wien seine zwei neuen Bücher 'Das HWS-Trauma' und 'Schwachstelle Genick'.

Aus diesem Anlass sprach Kuklinski mit pressetext über den Einfluss der HWS auf den Körper und über einen möglichen Paradigmenwechsel in der Medizin.Eine Verletzung oder Schädigung der HWS kann die Ursache für zahlreiche chronischen Erkrankungen sein. "Eine Schädigung der HWS hat keine direkten Auswirkungen auf den Menschen, aber die Luft- und Blutversorgung des Gehirns kann beeinträchtigt werden, wodurch zahlreiche Krankheiten auftreten können", erklärt Kuklinski im pressetext-Interview.

Abhängig davon, welcher Teil des Gehirns beeinträchtigt ist, können unter anderem Depressionen, eine Beeinträchtigung des Sehvermögens, Hormonstörungen, eine Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnis und viele anderen Symptome auftreten. "Im Grunde können alle Sinne und Organe beeinträchtigt werden. Das Schwierige dabei ist, dass diese Erkrankungen übergreifend sind. Das heißt, es ist selten nur ein Organ betroffen", erläutert Kuklinski. Da meist verschiedene Erkrankungen oder Symptome gleichzeitig auftreten, und sich die meisten Ärzte mittlerweile auf ein Fachgebiet beschränken, kann es sein, dass der Patient viele verschiedene Ärzte gleichzeitig aufsuchen muss, aber keine eine Heilung erzielt.

"Wir haben den Gesamtzusammenhang verloren", meint Kuklinski. Ein weiterer Grund, warum der Einfluss der HWS allgemein nicht in der Medizin berücksichtigt wird, liegt nach der Meinung von Kuklinski darin, dass die Schädigung schon im Kindesalter passieren könne und bei Erwachsenen daher nicht als realistische Ursache in Frage komme. "Als Kind ist man beispielsweise vom Baum gefallen und hat eine Halskrause bekommen. Später ist dann ein Unfall im Sportunterricht passiert, wo man ebenfalls eine Halskrause bekam. Und dann hat man noch einen Autounfall gehabt. Es ist doch naheliegend, dass das Auswirkungen auf den Körper haben muss", erklärt Kuklinski.

Darüber hinaus sei eine Schädigung des Gewebes auf einer statischen Röntgenaufnahme nicht ersichtlich und daher werde sie von den meisten Ärzte nicht als Ursachenquelle in Erwägung gezogen.Um die HWS wieder in die Medizin einzubinden, verfasste Kuklinski die beiden Bücher 'Das HWS-Trauma. Ursachen, Diagnose und Therapie für Therapeuten und Betroffene' sowie 'Schwachstelle Genick. Für Betroffene und Interessierte'.

"Wir glauben, dass in Österreich etwa 40 bis 50 Prozent der Bevölkerung von einem HWS-Trauma betroffen sind. Die meisten davon, wissen es aber nicht", bemerkt Kuklinski im pressetext-Gespräch. Für diese Menschen sollen die beiden Bücher Informationsmaterial darstellen, um sich in einer ersten Instanz informieren zu können. Für Ärzte und Therapeuten sollen die Bücher eine Weiterbildung sein, die aktiv in ihre Arbeit einfließen. "Im Grunde soll das Buch eine Hilfe zur Selbsthilfe darstellen", führt Kuklinski weiter aus.

Die Angaben von Kuklinski sind nach eigenen Informationen durch naturwissenschaftliche Untersuchungen untermauert und sollen den Zusammenhang von Krankheiten mit der HWS begründen. Daneben bieten die Bücher Vorschläge für Diagnostiken und Therapien für Gesamtbehandlungen. Wie Kuklinski gegenüber pressetext erklärt, würde eine derartige Therapie aus mehreren Schritten bestehen: Erstens müsse sich der Patient ein geeignetes Nackenkissen zum Schlafen aneignen, damit der Schlaf auch erholsam sei. Zweitens würde eine Manualtherapie, bei der die Bänder wieder gestärkt werden, gemacht werden. Darüber hinaus müssen auch die Rücken- und Nackenmuskeln trainiert werden. Letztlich müsse der Patient auch seine Ernährung umstellen. Diese solle mehr Fett und weniger Kohlenhydrate beinhalten. Wichtig sei weiters viel Bewegung in der frischen Luft.

"Die beiden Bücher sollen zu einem Paradigmenwechsel innerhalb der Medizin und der Gesellschaft beitragen", erklärt Kuklinski abschließend im Gespräch mit pressetext. So sollten beispielsweise Eltern darauf achten, dass ihre Kinder viel Bewegung an der frischen Luft machen, ohne dabei aber gefährliche Sportarten auszuüben. Zu diesen gefährlichen Sportarten zählt Kuklinski unter anderem auch Snowboarden, da die Verletzungsgefahr bei Sprüngen überaus hoch wäre.

[1] http://www.kfs-medizin.at

Quelle: 
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=061118009 (pte)

 
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- Dieter Hornemann -

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