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Neue Studie zur Industriechemikalie Bisphenol-A

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Herzinfarkt und Diabetes – Zusammenhang mit Industriechemikalie Bisphenol-A nachgewiesen

(München) report MÜNCHEN liegt eine neue US-Studie vor, der zufolge es einen Zusammenhang zwischen dem Inhaltsstoff vieler Plastikflaschen Bisphenol-A (BPA) und Herzkreislauferkrankungen, Diabetes und Fettleibigkeit gibt. Die Studie wurde vom renommierten US-Wissenschaftsmagazin Jama begutachtet.

Einer der Autoren der Studie, Prof. Frederick vom Saal University of Missouri, im Exklusiv-Interview mit dem ARD-Politmagazin report MÜNCHEN: "Dieser Artikel zeigt, dass Menschen in den USA, die Bisphenol-A in hohem Maße ausgesetzt sind, ein sehr hohes Risiko haben, an Diabetes, Herzkreislauf-Erkrankungen zu erkranken und das schließt auch ein an einem Herzinfarkt zu sterben."

Nachgewiesen wurde etwa, dass BPA mit Schädigungen der Leber, mit hohen Insulinspiegeln und mit Insulinresistenzen zusammenhängt, was zu Diabetes Typ 2 führen kann. Bei der vorliegenden Untersuchung wurden Erwachsene herangezogen. Prof. Frederick vom Saal plädiert nun dafür, schnellstens Studien mit Kindern in Auftrag zu geben. Denn Immerhin, so Prof. vom Saal, "gab es vor dem weltweiten Einsatz von BPA nicht so viele Fälle von Diabetes bei Kindern."

Bisherige Studien wiesen bei 93 Prozent aller US-Bürger BPA im Blut nach. Auch in Deutschland kommt die Industriechemikalie in vielen Produkten, wie etwa in Plastikflaschen oder Konservendosen vor und gelangt so in die Nahrungskette.

Diese ersten Humandaten, die den Zusammenhang von BPA und Erkrankungen bei Menschen zeigen, dürften heute bei der obersten US-Lebensmittelbehörde Food and Drug Administration (FDA, http://www.fda.gov) für Aufregung sorgen. Davon geht Andreas Gies vom Umweltbundesamt in Berlin aus. Da BPA Erkrankungen auslösen könne, die in Deutschland vorkämen, so Andreas Gies, "sollten wir vorsichtig sein."

Die neue Humanstudie kommt zu den selben Ergebnissen, wie bisherige Studien mit Tierversuchen. BPA galt als unbedenklich, da Forschungsergebnisse aus den Tierversuchen nicht als übertragbar auf den Menschen galten. Die neuen Erkenntnisse kommen zu einem anderen Ergebnis. Ob die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA den erst im vergangenen Jahr angehobenen Grenzwert weiterhin vertreten wird, bezweifeln jetzt Experten.

Quelle: report MÜNCHEN

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