umweltrundschau.de - Umwelt und Gesundheit

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Home The News Sie denken, Sie leben in einer gesunden Welt? Irrtum!

Sie denken, Sie leben in einer gesunden Welt? Irrtum!

Drucken

Presseerklärung des WECF  zum "Internationalen Weltfrauentag"
und zur vergangenen Veranstaltung am Freitag, den 6. März 2009

Sie denken, Sie leben in einer gesunden Welt? Irrtum!
WECF - Frauen fordern ein Recht auf eine gesunde Umwelt für alle


Sehr geehrte Damen und Herren,
jedes Jahr das Gleiche: Frauen verdienen weniger, sind nicht proportional an entscheidenden Stellen vertreten, haben ein größeres Armutsrisiko, sind in vielen Teilen der Welt rechtlich benachteiligt - alles wichtige Themen, die jährlich am Weltfrauentag Beachtung finden.

Machen Sie etwas Neues und widmen Sie sich dem Thema Frauen, Umwelt und Gesundheit:
denn auch hier gilt: Frauen sind stärker von Umweltbelastungen betroffen. Frauen reichern Schadstoffe leichter an und geben Sie in der Schwangerschaft an ihre Kinder weiter. Frauen und Mädchen leiden stärker am fehlenden Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen.

So gehen z.B. Mädchen in den armen Ländern nicht in die Schule, wenn es keine Toiletten gibt. Frauen sind am stärksten betroffen von politischen Entscheidungen zu Gentechnik und deren Folgen, denn sie arbeiten am meisten in der Landwirtschaft und sind für die Ernährung der Familien verantwortlich.

WECF arbeitet seit 15 Jahren mit 100 Frauen- und Umweltorganisationen in mehr als 40 europäischen Ländern zusammen und gibt ihnen eine laute Stimme für eine gesunde Umwelt für alle.

Anlässlich des Internationalen Weltfrauentags lädt das Europäische Netzwerk WECF - Women in Europe for a Common Future ein zur Aktion

Sie denken, Sie leben in einer gesunden Welt? Irrtum!
WECF - Frauen fordern ein Recht auf eine gesunde Umwelt für alle.

Hintergrund der Veranstaltung:

WECF ebnet mit seiner Arbeit den Weg für mehr öffentliche Beteiligung in der Umwelt- und Gesundheitspolitik im Allgemeinen und für mehr Beteiligung von Frauen im Speziellen.

Frauen haben eine spezifische Verantwortung für zukünftige Generationen, sehen deshalb andere Prioritäten und sind häufig mehr engagiert in Fragen der Nachhaltigkeit, speziell bei Themen im Zusammenhang mit Gesundheit und Existenzgrundlage. Schwangerschaften sind ein besonderes Thema seit Umweltverschmutzung und Schadstoffe auch Einfluss auf das ungeborene Kind genommen haben.

Frauen sind anders von Schadstoffen in Umwelt und Alltagsprodukten bedroht als Männer, weil Frauen diese aufgrund des höheren Fettgehalts leichter in ihren Körpern ablagern und diesen Schadstoffcocktail auch an ihre Kinder weitergeben.

Der Zusammenhang von Brustkrebs und Schadstoffen, von dem inzwischen jede zehnte Frau betroffen ist, ist nur ein Beispiel für die Gefährdung. Trotz dieser Erkenntnisse sind auch in der EU zahlreiche gefährliche Inhaltsstoffe wie krebserregende, erbgut- und fortpflanzungsschädigende (CMR-) Chemikalien immer noch in Produkten des täglichen Bedarfs von Kosmetikartikeln über Kleidung hin zu Elektrogeräten und Möbeln erlaubt sind.

Andere gefährliche Inhaltsstoffe wie endokrine Stoffe oder persistente, bioakkumulative und toxische Chemikalien (PBT und vPvB) ebenfalls.

Frauen haben häufig andere Ideen und Lösungen, weil sie anders von bestimmten politischen Entscheidungen betroffen sind. Entscheidung zur Gentechnik treffen Frauen, weil sie die größten Teil der der landwirtschaftlichen Arbeit machen und direkt für die Ernährung der Familien zuständig sind. Gesundheitsprobleme, die im Zusammenhang mit Schadstoffen und Umweltzerstörung stehen, sind elementar. Sie haben konkrete Auswirkungen auf das tägliche Leben der Menschen. Thema Wasser und sanitäre Versorgung: der fehlende Zugang zu sauberen Wasser und sicherer sanitärer Versorgung ist für 1,5 Milliarden Frauen weltweit,
davon allein 10 Millionen in der EU!, und ebenso vielen Männern tägliche Realität. Die Folge sind verunreinigtes Grundwasser, das Krankheiten auslöst. In Europa sterben jährlich immer noch 14 000 Kinder an Krankheiten; Mädchen gehen nicht zur Schule, weil es dort keine Toiletten gibt.

Die Frauen des Netzwerkes von WECF sieht es als oberste Priorität, Umwelt- und Gesundheitspolitik so zu stärken, dass sie wirklich dem Schutz der Menschen dient, insbesondere der am meisten verwundbaren wie Kinder, älteren Menschen und Frauen.

WECF ist ein Netzwerk aus 100 Frauen- und Umweltorganisationen in 40 Ländern Europas,
Zentralasiens und des Kaukasus und setzt sich ein für eine Gesunde Umwelt für alle.
WECF nutzt das Potential von Frauen, um Umwelt, Gesundheit und Ökonomie in Balance zu bringen.
WECF unterstützt mit den Partnerorganisationen konkrete Bedürfnisse der Menschen vor Ort, setzt lokal
praktische Lösungen um und beeinflusst Politik auf internationaler Ebene. WECF hat UN Status und ist
offizieller Partner des UN Environment Programs (UNEP).

 Mehr über WECF: www.wecf.eu.

 
  • Google Bookmarks
  • Twitter
  • Windows Live
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yigg

Related Items

German English French Italian Portuguese Russian Spanish

Advertisement

Fume Event (1/3)

Spezialklinik Neukirchen (1/9)

Spezialklinik-Neukirchen

Gesundheitsrisiken durch elektromagnetische Strahlung

Sehen Sie dazu auf UmweltRundschau einen Beitrag von Europa in Aktion, dem Nachrichtenkanal direkt aus dem Europäischen Parlament zum Thema Mobilfunk und mobile Kommunikation.

ClickMe: Europa in Aktion °

UmweltRundschau goes YouTube

Seit Juni 2009 gibt es die UmweltRundschau nun auch mit einem Kanal bei YouTube.

ClickMe: UR YouTube Channel ^


Mit ICRA gekennzeichnet