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Gefährliche Haushaltschemikalien weiterhin frei verkäuflich?

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In Brüssel fällt Vorentscheidung zur neuen Biozid-Verordnung

Am 22. Juni 2010 stimmt der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments über neue Regelungen zur Zulassung und Vermarktung von gefährlichen Produkten wie Holzschutzmitteln oder Insektensprays ab. Das Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN Germany) ruft die deutschen Europaabgeordneten auf, sich für ein klares Verbot aller für Verbraucher und Umwelt schädlichen Chemikalien einzusetzen.


Nach einer Analyse von PAN Germany würden die vorgeschlagenen Ausschlusskriterien unter 5% der derzeit verwendeten Biozid-Wirkstoffe betreffen.

„Wirkstoffe, die für die Entwicklung von Nerven- und Immunsystem schädlich sind, sollen scheinbar nicht verboten werden“
kritisiert die PAN-Geschäftsführerin Carina Weber.

 

„Wenn es nach den industriefreundlichen Kräften im EU-Parlament geht, darf die Biozidindustrie weiterhin gefährliche Stoffe in frei verkäuflichen Haushaltsprodukten einsetzen. Was wir dringend brauchen, sind verbindliche Ausstiegspläne und die konsequente Förderung von unbedenklichen Produkten.“

Biozide umfassen eine sehr große Gruppe von rund 50.000 Produkten in der EU, die außerhalb des Pflanzenschutzes gegen Schädlinge und Lästlinge eingesetzt werden. Viele der Biozide, die Säugetiere, Fische, Insekten oder Bakterien abtöten, bergen das Risiko von Vergiftungen oder langanhaltender Gesundheitsrisiken und von Umweltbelastungen.

Das PAN Germany Hintergrundpapier: „PAN-Liste potentieller cut-off Biozide“ PDF-Download

Weitere Informationen:
Susanne Smolka, Tel. 040-3991910-24, E-Mail: susanne.smolka (at) pan-germany .org

 
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