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Pestizide, Zwangsbesprühungen und Folgen

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Im Jahre 2007 weigerten sich englische Piloten und Flugbegleiter, wegen anhaltend schädlicher Luft in den Flugzeugen, zu arbeiten.

Als ehemalige Flugbegleiterin, die selbst den Zwangsbesprühungen mit Pestiziden ausgesetzt war, wurde ich von dieser Zivilcourage sehr berührt.

Ich halte es für unverantwortlich, dass weiterhin nicht nur Passagiere und Flugpersonal, sondern auch Menschen auf verschiedenste Art und Weise mit Pestizidgefahren konfrontiert werden.


Die gängisten Pestizide gehören zu den neurotoxisch, gentoxisch und kanzerogen wirkenden Giften. Sie gelten als Nachfolger der bereits verbotenen Pestizide DDT und Lindan. Als "bio"-Pestizide (z. b. Pyrethroide) werden sie angepriesen und für Jedermann können sie problemlos und erschwinglich erworben werden.
Für rund 10 € pro Liter ist man dabei und darf ohne Rücksicht auf Verluste (Vergiftungen der Menschen, Massen-Bienensterben, Gewässer- und Bodenverunreinigung) diese hochgradig toxisch wirkenden und lebenzerstörenden Stoffe einsetzen.

10.000 € kostet allein die Reinigung des Wassers von lediglich einem Liter der gefährlichen aber Milliarden-Umsätze bringenden Pestizide.

An kaum jemandem kann die Botschaft der Schädlichkeit vorbeigerauscht sein.

Den Politikern und Herstellern sind die Auswirkungen bestens bekannt.

Immer wieder heißt es, dass Grenzwerte überschritten werden und dass durch den vermehrten Kontakt mit Pestiziden irreversible Schäden wie z. B. Krebs, Genmutationen, Fortpflanzungsstörungen,  neurologische Schäden, Ezymschäden, Allergien, Schadstoffintoleranzen, Erblinden, Autoimmunerkrankungen, chronische Inflammation, Lähmungen, Hautkrankheiten, Immunologische Krankheitsbilder und viele andere umweltassozierte Leiden entstehen.

Machen Sie sich konkret Gedanken, was das bedeutet wenn...

+++ Sie täglich durch Obst und Gemüse sehr schleichend aber sicher mit Pestiziden vergiftet werden?
+++ Ihr Kind Pestizide im Fett- und Nervengewebe einlagert und u.A. an Immun- und Konzentrationskapazität verliert?
+++ Sie kaum noch ein Möbel- oder Kleidungsstück ohne Pestizidimprägnierung nutzen bzw. kaufen können?
+++ Sie durch Pestizidsprühungen im Urlaubs-Flieger und auf engstem Raum Ihres Atems beraubt werden?
+++ Sie vom benachbarten Feld konstant und fortlaufend die Pestizide einatmen müssen?

Wenn jeder Verbraucher die wahrheitsgemäßen Auswirkungen und die Schädlichkeit von Pestiziden kennen würde, könnte von Toleranz keine Rede mehr sein.

Am 23.Oktober 2007 wurde im Europaparlament in Brüssel über das Verbot von Pestiziden debattiert und die Chemie-Lobby hatte mal wieder genügend Argumente parat um Verbote zu verhindern. Welcher Konzern hat auch schon Lust auf Umsatzeinbußen. Wirtschaftswachstum ist angesagt und an den Zahlen wird man gemessen.

Wie wäre es jedoch, wenn zukünftig ein "Gift" aufgrund der Geschädigtenzahlen bewertet werden könnte?


Hierzu ein paar persönliche Anmerkungen nicht nur für alle Vergifteten, für die die Verbote zu spät kommen.

Als ich nach 11 Jahren im Flugbetrieb im Jahr 1999 als Chefstewardess fluguntauglich wurde, waren laut Betriebsarzt bereits 3.000 Kolleginnen und Kollegen des fliegenden Personals durch Pestizide geschädigt worden. 3000 Vergiftete wie ich, die nicht die geringste Ahnung hatten (und nach wie vor haben), wie sehr unsere Körper im Laufe der Jahre an Entgiftungskapazität verlieren würden und welches Leid dadurch ausgelöst werden würde.

Es sagte uns keiner, dass Gene zerstört werden könnten und dass wir chronische Entzündungen bekämen. Wir erfuhren auch nicht, dass wir aufgrund von multiplen Allergien, Schmerzen, Nervenleitstörungen, Perfusionsminderungen im Gehirn, Zellentartungen und somatopsychischen Faktoren ein total eingeschränktes und begrenztes Leben führen müssten. Eine "One-Way-Ticket" mit dem direkten Flug in die Diffamierung, Psychosomatisierung, Isolation und den sozialen Abstieg. Keiner unserer Vorgesetzten und unserer Ärzte kam der Fürsorgepflicht nach und hielt uns davon ab, ohne Sicherheitsvorkehrungen, rund zwölf Flaschen Pestizide pro Flug in Flugzeugen auszusprühen.

In 47 Ländern dieser Erde müssen noch immer vor der Landung Pestizide ausgesprüht werden. Es heißt, dass es laut WHO zur Vorschrift gehört und dass ein Verzicht mit dem Risiko von Insektenbefall größer sei. Der Hohn dabei ist, dass die Insekten oftmals resistent werden - wir Menschen NICHT!

Stellen wir uns einmal vor, wenn 1999 allein bei der größten Airline Deutschlands schon 3.000 von uns Fliegern vergiftet waren und diese Zahl multipliziert würde mit der Anzahl der Airlines weltweit, mal der Passagiere, die regelmäßig fliegen, mal der Jahre, in denen Pestizide versprüht werden - wie viele Menschen alleine in der Airlinebranche werden wohl dementsprechend bereits „unaufgeklärt“ geschädigt worden sein?

Passagieraufklärung gehört im Grunde auch zu den Vorschriften einer Airline. Hierfür sollten Passagiere allerdings VOR einem Flug über Pestizidsprühungen informiert werden. Die Realität sieht anders aus. Während eines Fluges (der 47 Landeanflugsziele) wird kurz vor Sprühung eine Ansage gemacht (Die regelmäßige Besprühung aller Flugzeuge und Flughäfen mit Pestiziden bleibt allerdings im Verborgenen).

Die Konsequenzen der Giftschädigung werden in diverseste Diagnosebegrifflichkeiten verpackt: Krebs, Parkinson, Multiple Sklerose, Depressionen, Rheuma, Hyperaktivität, Konzentrationsstörungen, Sinusitis, Allergie, MCS, Fibromyalgie, Multisytemerkrankung, Schuppenflechte, Neurodermitis, Akne und meist auch Fettleibigkeit. Dass wir Menschen Gifte nach Transformation und Metabolitenaufbau in Fettzellen akkumulieren und die Gifte verschiedene Stufen der Schädigung hervorrufen, wird gerne verschwiegen.

Obwohl jeder Arzt eine Vergiftung melden muss und die Polizei anschließend zu Ermittlungen verpflichtet ist, stellen die meisten Anlaufstellen auf Durchzug. Kaum ein Krankheitsbild ist besser und länger bekannt, als das Bild einer Vergiftung. Hilfe ist dennoch eher bei einer Pilzvergiftung zu erwarten, als bei einer Pestizidintoxikation. Sollten sich chemische Hersteller in Zukunft Patente für Pilze sichern und durch diese hohe Umsätze erzielen, könnten sich durchaus auch Versorgungsschwierigkeiten nach einer Pilzvergiftung einstellen.  

Chemikaliengeschädigte gehören in die Hände von Umweltmedizinern. Die Schadstofferkrankten sind nur bedingt den anderen medizinischen Fachbereichen zuzuordnen. Ein Mehr an Chemie führt nur zu erhöhter Lebensgefahr. Das Schicksal eines Pestizidgeschädigten läuft aber meist in die Richtung des Domino-Effekts und in die Richtung, die seitens der Herstellerindustrie bestens vorbereitet wird. Wird der erste Stein der Vergiftung angestoßen, so folgt das Regelwerk in Folge: "Nichts hören-Nichts sehen-Nichts wissen-Nichts sagen"

Die Gründe hierfür sind, dass Verursacher (Chemie-Lobby) aufgrund von etwaigen Schadensersatzansprüchen Gelder locker machen müssten und somit nicht mehr an den Kranken, wie bisher, verdienen könnten.

Es geht nicht um die Gesundheit von uns Verbrauchern, es geht darum: "Wieviel Umsatz lässt sich mit uns machen".

Wer kümmert sich außerdem um die Arbeitnehmer, die regelmäßig Kleidung, Möbel, Supermärkte, Flughäfen, Küchen, Bäckereien, Acker, Kaufhäuser, Bäume, Hotels, Schiffe, Züge und Obst mit Pestiziden aussprühen und dadurch vergiftet werden?

Hat nur einer eine Idee, von welchen Zahlen gesprochen werden müsste?
Hat einer eine Idee, wann auch der Letzte begreift, dass jeder von uns die eigentliche Macht hat?
Wir sind die, die Pestizide verbrauchen, benutzen, essen, einatmen ...
Wir sind die Abnehmer und die Arbeitnehmer.
Wir lernten es doch schon in der Schule: Die Nachfrage bestimmt den Markt.
Wir bestätigen die Marschrichtung der Industrie mit der Abnahme ihrer vergifteten Produkte.
Es sind wir Menschen, in den verschiedensten Positionen, die über andere und deren Schicksale entscheiden.

Deshalb gilt mein ganzer Respekt den „englischen Piloten“ und alle denen, die mit sehr viel Hingabe, Aufopferung, Mut, Investition, Kompetenz, Intelligenz und Menschlichkeit die Ignoranz längst aufgegeben haben und sich einbringen. An dieser Stelle mein bewundernder Dank auch stellvertretend für alle diejenigen, die keine Stimme mehr haben oder sich ihrem Schicksal vor lauter Schwäche ergeben mussten.

Diese Menschen haben scheinbar verstanden, dass es nicht nur die Schwachen trifft, aber es sind genau die, die eventuell schwächer sind oder einfach größere Giftkonzentrationen abbekommen haben, die es früher trifft.


Die englischen Piloten weigerten sich in solch giftiger Luft zu fliegen. Was wäre, wenn sich alle Flieger weltweit schlicht und ergreifend „weigern“ würden?

Symptome, die auf eine Vergiftungen hinweisen können:

Atemnot, Kollaps, schwarze Flecken, Kopf- und Gliederschmerzen, Schwindel, Ausschläge, Nervenschmerzen, Kreislaufschwankungen, Blutdruckabfall, Ohnmacht, Quinkeödeme, Bronchialtraktentzündungen, Nasenneben- und Stirnhöhlenvereiterungen, Akne, Furunkel, Zysten, Antriebsarmut, Aggression, Launenhaftigkeit, Wortfindungsstörungen, Depressionssymptome, rheumaartige Symptome, Adipositas, Nervenschmerzen, Merk- und Gedächtnisstörungen, Morbus-Crohn-Symptome, Reizdarm, Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Migräne, Nacken- und Gelenkschmerzen, Multiple Sklerose-ähnliche Bilder u.v.m.

Weiterführende Links/Infos zu Pestiziden:

Parkinson: Pestizide lassen Hirnzellen absterben ^
Greenpeace: Essen ohne Pestizide 2007  ^

 
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