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E.ON in Schulen und Kindergärten

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AKW-Lobbyisten bei unseren Kindern

Der Energiekonzern E.ON betreibt Umweltbildung auf eigenwillige Art. Mit dem Projekt „Energie für Kinder“ möchte der Atomkraftbetreiber frühzeitig einen verantwortlichen Umgang mit Energie und den natürlichen Ressourcen trainieren und Verständnis für Energie- und Umweltaspekte schaffen. Damit versucht E.ON einseitig Einfluss auf die Bildung unserer Kinder zu nehmen und betreibt so unlauteren Wettbewerb.

Für Christina Hacker, Vorstand im Umweltinstitut München, ein unglaublicher Vorgang: „Umweltbildung á la E.ON ist vor allem Werbung für Atomkraft.“ Ein Konzern, der behauptet, dass Atomenergie zuverlässig und unerlässlich ist, sei wohl kaum in der Lage, das wichtige Thema „Energie“ verantwortbar zu vermitteln. „Am Ende lernen unsere Kinder noch, dass nur die Atomkraft unser Klima retten könne“.

In dem von E.ON gesponserten Programm „Leuchtpol“ sollen Erzieherinnen und Erzieher darin geschult werden, Kinder für den verantwortungsvollen und sparsamen Umgang mit Energie und natürlichen Ressourcen zu sensibilisieren. Leuchtpol ist eine gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung von Umweltbildung im Elementarbereich mbH. E.ON verfolgt damit das Ziel, „das Verständnis von Kindern und Jugendlichen für Energie und Umwelt frühzeitig zu fördern“, so steht es in der Werbe-Info.

„Wenn ein Energiekonzern Werbung fürs Energiesparen macht, kommen sofort Zweifel auf. Schließlich ist das klare Geschäftsinteresse von E.ON der Verkauf von möglichst viel Energie, um möglichst viel Geld zu verdienen.“ sagt Karin Wurzbacher, Physikerin am Umweltinstitut München. „Es kann also gar nicht im Interesse von E.ON sein, den Energieverbrauch zu drosseln.“

Das „Bildungs“-Angebot gilt nicht nur für Kindergärten, es erstreckt sich auch auf Grundschulen und Gymnasien. An Bayerns Schulen mischt E.ON ebenfalls kräftig mit. Zusammen mit der Stiftung Bildungspakt Bayern und dem Bayerischen Kultusministerium unterstützt der Konzern das Grundschulprojekt „Energie für Kinder“. „Für den Fall, dass der Staat keine Physiklehrer mehr stellen kann, sind wir gerne bereit, auszuhelfen“, so Karin Wurzbacher. „Umweltverbände unterliegen keinen Geschäftsinteressen und sind deshalb mit Sicherheit besser geeignet als Atomkonzerne“.

Atomlobbyismus und Bildung sind nicht vereinbar. Deshalb haben Energiekonzerne an unseren Schulen nichts verloren. Wenn E.ON etwas Sinnvolles für die Umwelt tun will, sollten sie besser bei sich selbst anfangen und endlich Abschied von den ineffizienten Energieerzeugungsformen, wie den klimaschädlichen Kohle- und den riskanten Atomkraftwerken, nehmen.

Quelle: Umweltinstitut München e.V.

 
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