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Brief von der Umweltmedizinerin Barbara Dohmen an den Präsidenten der Bundesnetzargentur

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Barbara Dohmen, Fachärztin für Allgemeinmedizin und Umweltmedizin schrieb im Januar diesen Jahres einen Brief an den Präsidenten der Bundesnetzagentur Herrn Kurth, der für das 2.Quartal 2010 die sogenannte „digitale Dividende“, d.h. Funkfrequenzen zwischen 790 und 862 Megahertz, die bisher für das Fernsehen reserviert waren, für geschätzte 15 Millionen Euro versteigern will. Zusammen mit noch weiteren großen Blöcken in hohen Frequenzbereichen die aus verschiedenen Gründen bisher noch nicht genutzt wurden.

Mit der ebenfalls in den nächsten Jahren geplanten Einführung des Breitbandnetzes TETRA bedeutet das eine massive Ausweitung der Hochfrequenz.

Frau B. Dohmen möchte dem Präsidenten der Bundesnetzagentur eine andere Sichtweise näherbringen. Sie bittet eindringlich bei dieser Entscheidung diese andere Sichtweise zu betrachten und schildert in ihrem Brief, dass eine immer stärker zunehmende Patientengruppe in ihre Praxis drängt.
 
Es sind Menschen, die unter dem sogenannten „Mikrowellensyndrom“ leiden und die auf hochfrequente Felder oftmals mit Bluthochdruck, Sehstörungen, Ohrenschmerzen, Lern – und Gedächtnisstörungen, Gereiztheit, Depression, Nervosität, Verspannungen, Angst bis hin zu Panikattacken reagieren.
 
Die Liste der hochfrequenzbedingten Störungen ist erschreckend lang und führt bei Schwerstbetroffenen bis hin zu gesundheits- und existenzbedrohlichen Zuständen.
 
Viele der Patienten der Fachärztin leben von Hartz 4 und haben große Mühe Behörden und den medizinischen Dienst davon zu überzeugen, dass sie nicht arbeitsscheu, eingebildet krank oder depressiv, sondern krank sind.
Viele Elektrosensible müssen einschneidende Veränderungen in ihren Lebensbereichen in Kauf nehmen. Um ihre Beschwerden abzumildern werden oftmals aufwändige Untersuchungen und grundlegende Änderungen der Lebensumstände nötig:
  • Baubiologische Wohnortanalyse
  • Beauftragung von Experten wie z. B. qualifizierte Elektriker (auch Check der Hauserdung)
  • Umstellung auf strahlungsarme Technik und abgeschirmte Verkabelung
  • Anschaffung von Schutzmaterialien wie z.B. Abschirmgewebe
  • Ein Schlafplatzwechsel oder eine vom letzten Euro finanzierte und teure Abschirmung der Wohn- und Schlafbereiche
  • Umzug (manchmal ist der Schlaf nur noch im Gartenhaus möglich)
Viele sind unzählige Male umgezogen, weil die Funkbelastung sie immer wieder einholte.
 
Viele elektrosensible Menschen leben isoliert und ausgegrenzt vom üblichen gesellschaftlichem Leben, erklärt Frau Barbara Dohmen in ihrem Brief.
 
Um die Krankheitsauswirkungen durch den Kontakt mit Handystrahlen durch Mitmenschen oder Funkmasten so gering wie möglich zu halten, muss selbst jeder Gang für alltägliche Besorgungen seitens Funksensibler genau geplant werden.
 
Weiter führt Frau Dohmen aus, dass einige ihrer Patienten so verzweifelt sind, dass sie schon an Selbstmord denken. Eine ihrer Patientinnen habe sich 2009 mit Benzin übergossen und sei an den Folgen durch Verbrennung gestorben.
 
Als Hilferuf zu verstehen betont sie: “Es nicht leicht all dieses Leid als begleitende Ärztin auszuhalten.“
 
In Deutschland gibt es mittlerweile 6-10 % Elektrosensible. Das entspricht in etwa der Größenordnung aller an Diabetes Erkrankten.
 
An dieser Stelle sei seitens des UmweltRundschau -Teams die Frage gestattet:
Wie lange wird man seitens der Verantwortlichen weiterhin die Bevölkerung wissentlich und willkürlich diesen Gefahren aussetzen und wie hoch muss die Erkranktenzahl noch werden um nicht nur im Interesse der mächtigen Mobilfunkindustrie zu handeln?
 
Quelle: Barbara Dohmen
 
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