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Gewissenhafte Forschung, Diagnose- und Handlungsmöglichkeiten bei Vergiftungen in der Arbeitswelt

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Vom 15. bis 17. Mai 2009 findet die zweite Tagung der Katholischen Akademie Trier, zu dem Thema "Gewissenhafte Forschung, Diagnose- und Handlungsmöglichkeiten bei Vergiftungen in der Arbeitswelt", statt.

Die Gefährdungen aufgrund innovativer werdender technischer Möglichkeiten bringen zahlreiche Nebenwirkungen mit sich. Der Anstieg der schadstoffinduzierten Erkrankungen, in diesem Zusammenhang auch die Berufskrankheiten, welche in Konsequenz zur Industrialisierung entstanden ist, erfordert neue Lösungswege und die Anpassungsfähigkeit von Medizin und Forschung an den Bedarf der jeweils Erkrankten und Krankheitsbilder. Stattdessen wird jedoch meist mit Ignoranz und Stillschweigen reagiert.

Robert-Schuman-Haus - Begegnungsstätte und Akademie - Katholische AkademieNicht ausreichend aus- und/oder weitergebildete und damit unaufgeklärte Ärzte "tappen zu oft diagnostisch im Dunkeln" und auch die Sozialversicherungsträger lassen die Hilfesuchenden oftmals sprichwörtlich "im Regen stehen".

Einerseits fehlt es häufig an "Know - how" bezüglich der diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten und andererseits wird Schadstofferkrankten eine Kostenübernahme und/oder eine  Anerkennung auf eine exogen verursachte Berufskrankheit abgelehnt. Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten, die im Ausland längst Akzeptanz und Anwendung gefunden haben, werden den oftmals schwer kranken und behinderten Menschen leichtfertig vorenthalten. Das daraus resultierende Konfliktspektrum trifft meist das schwächste Glied: Den berufsbedingt Erkrankten, der vergiftet und alleingelassen wird. 

Die diesjährige Tagung geht unter anderem der Frage nach: Wie können ethische Richtlinien, die die Gesundheit des Menschen und den Schutz der Umwelt zugrunde legen, in Zukunft Vorrang vor anderen Interessen der Wirtschaft und Gesellschaft haben?

Die erste Tagung "Vergiftet und Alleingelassen", vom Herbst 2008, die die Problematik der neurotoxischen Erkrankungen und deren Anerkennung als Berufskrankheit in den Mittelpunkt rückte,  konnte anhand einer inhaltlichen Auseinandersetzung die Erforderlichkeit des weiteren Informations- und Handlungsbedarfs verdeutlichen.

Da in politischen, juristischen, medizinischen und  sozialen Kreisen, vor allem im Zusammenhang mit Industrieverflechtungen, die komplette Negierung dieses Zusammenhangs weiterhin existent ist, wird die diesjährige Veranstaltung die Schwerpunkte erneut thematisieren und Lösungsmöglichkeiten aufzeigen.

Da der Krankheitsverlauf und die Akzeptanz der schadstofferkrankten Patienten in erster Linie von der Wissenschaft abhängig ist, wird die Gewissenhaftigkeit der derzeitig praktizierten Medizin und Wissenschaft genauer betrachtet werden müssen. Dieses wesentliche Anliegen ergab den Einstieg in die Thematik: Darlegung von Wissenschaftsthesen für ein neues Verständnis der Naturwissenschaften.

Ein weiterer Schwerpunkt der Tagung "Gewissenhafte Forschung, Diagnose- und Handlungsmöglichkeiten bei Vergiftungen in der Arbeitswelt" ist, auf fachlicher Ebene mit Experten und gleichzeitig im Austausch mit Interessierten und Betroffenen über Handlungsmöglichkeiten angesichts der aktuell ungünstigen Umweltbedingungen (laut Bundesregierung sind nur ca. 1,2% der Mediziner in Deutschland in der Lage umweltbedingte Erkrankungen zu erkennen) zu diskutieren. Es stehen Fragen der Analyse, des Nachweises, der Prophylaxe und geeigneter Therapien im Mittelpunkt.  Aufgezeigt werden auch Handlungsmöglichkeiten aus dem Blickwinkel "Hilfe zur Selbsthilfe". Die Darlegung der juristischen Problematik und der Auswirkung der Erkrankung auf das soziale Umfeld der betroffenen Patienten wird ebenfalls Raum und Anlass bieten, hilfreichere Möglichkeiten der Unterstützung und des Engagements zu diskutieren und bestenfalls zukünftig umzusetzen.

Lassen Sie sich Fragen beantworten, die Ihnen sonst kaum jemand beantworten kann! Erfahren Sie von professioneller Seite, wie Sie sich und anderen besser helfen können. Seien Sie dabei. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und Ihr reges Interesse!
 
Veranstaltungstermin:
15. bis 17. Mai 2009

Veranstaltungsort:
Robert Schumann Haus; Begegnungsstätte und Katholische Akademie des Bistums Trier; Auf der Jüngt 1, 54293 Trier.

Anmeldung und Infos:
Bis 30. April 2009 an die Katholische Akademie, Postfach 23 30; 54213 Trier - Telefon: 0651/8105-232; Fax: 0651/8105-434; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ; Webadresse: http://www.kath-akademie-trier.de/ ^

Liste der Referenten / Flyer:
http://www.kath-akademie-trier.de/ ^
-> Veranstaltungen
-> Studientagung Freitag, 15.5.2009

Kosten und Leistungen:
Der Teilnahmebetrag für die Tagung beträgt 70,00 EUR ohne Übernachtung. 100,00 EUR bei Übernachtung im Einzelzimmer. Im Betrag enthalten sind die Kosten für die Unterkunft und Verpflegung im Tagungshaus (inkl. Pausengetränke).

Zusatzinformation für Ärzte:
Diese Fortbildung wird von der Landes-Ärztekammer anerkannt und mit Zertifizierungspunkten bewertet.

Kontakt:
Katholische Akademie
Postfach 23 30
54213 Trier
Telefon: 0651/8105-232

Zur Katholische Akademie:
Die Katholische Akademie versteht sich als Fenster zu Fragen von Kirche, Politik und Gesellschaft; sie vermittelt weder Patentrezepte noch schnelle Antworten. Sie bereitet den Boden, damit Gesellschaft, Politik oder Kirche Lösungsansätze für drängende Probleme entwickeln können. So kann eine Landkarte des Geistes entstehen, die Platz lässt für die Regionen der Meinungen und die Grenzen des Möglichen respektiert.

Dabei sind die Leitlinien stets die gleichen:

  • Im Dialog den Dingen auf den Grund gehen.
  • Nach Orientierung suchen und das christliche Welt- und Menschenbild einbringen.
  • Die Begegnung unterschiedlicher Menschen und Meinungen fördern.


Bildnachweis: Robert-Schuman-Haus - Begegnungsstätte und Akademie - Katholische Akademie


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