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Sie mögen keine Atomkraft- und/oder Kohlekraftwerke?

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Sie beteiligen sich an Unterschriftenlisten, sind also selbst aktiv, gehen vielleicht sogar auf die Straße um für Ihr Recht auf eine strahlen- und staubfreie Zukunft zu demonstrieren? Sie denken also an die Generationen die nach Ihnen kommen und denen Sie auf gar keinen Fall einen verstrahlten und verstaubten Planeten hinterlassen möchten?

Fein! Dann haben Sie selber mit Sicherheit ja auch einen Stromanbieter der Ihnen den Strom aus regenerativen Energien, also ohne Atom- und/oder Kohlekraft liefert - oder nicht?
 
Ich sehe immer wieder das nervöse Flackern in den Augen der Menschen wenn man sie auf dieses Thema anspricht. Gerne steht man für seine Rechte ein, vergisst aber in der Regel, dass dieses Recht, zuerst in den eigenen vier Wänden anfängt, denn jeder kann mit einer Veränderung der Energie-Welt dort anfangen wo es am einfachsten ist. Das ist in der Regel bei sich selber zu Hause.
 
 
Manche Menschen haben es bisher jedoch schlicht vergessen, zu wechseln, andere, scheuen die Mehrkosten von ein paar Cent, die Ökostrom dann doch - noch - teurer ist als Strom aus Atom- und/oder Kohlekraft.
 

Strom kommt aus der Steckdose, so einfach ist das. Genau so einfach kann jedoch auch jeder seinen Stromanbieter wechseln. Jeder Verbraucher kann heutzutage binnen ein paar Minuten zu einem „grünen“ Stromanbieter wechseln, der Strom ausschließlich aus regenerativen Energien heraus liefert.
 
Umweltbewusst den Stromanbieter wechseln kann also jeder Verbraucher der sich nicht scheut ein paar Cent mehr auszugeben – wobei diese „Mehrausgabe“ letztendlich ja Augenwischerei ist, denn Sie zahlen erheblich mehr, wenn sie weiterhin Strom verbrauchen, der nicht aus regenerativen Energien erzeugt wird – wenn wir einmal von der Ökobilanz der Stromerzeugung ausgehen. Nur wird dies den Verbrauchern ungern gesagt – und es steht auch nicht auf der eigenen Stromrechnung.
 

Was aber auf der eigenen Stromrechnung steht ist der Strom-Mix aus dem Sie Ihren Strom – der aus der Steckdose - beziehen. Schauen Sie doch gleich einfach mal auf der letzen Rechnung nach.
 
Seit 1998 kann jeder Verbraucher (Stromkunde) in Deutschland den Stromanbieter und damit seinen Strom-Mix frei wählen. Das bedeutet, Sie entscheiden selbst, wer an Ihrem Stromverbrauch verdient und wohin diese Gewinne fließen. Alle Verbraucher die zu einem Öko-Strom-Anbieter wechseln, bringen damit die Energiewende einen weiteren Schritt voran.
 
Damit der Wechsel die Konzerne aber auch wirklich trifft, ist es wichtig, zu einem Öko-Strom-Anbieter zu wechseln, der wirtschaftlich nicht mit den Energie-Multis verflochten ist, denn sonst würde das Geld wieder in den Kassen der Unternehmen landen, die pro Atom und Kohle arbeiten.
 
Um den Öko-Strommarkt transparenter zu machen, hat ROBIN WOOD ganz aktuell recherchiert. Für die Entscheidung, welche Öko-Stromanbieter nach Ansicht von ROBIN WOOD empfehlenswert sind, waren vier Kriterien ausschlaggebend. Die ROBIN WOOD-Recherche ergab, dass folgende vier Öko-Stromanbieter die Kriterien erfüllen:
 
 
 
 
 
Die Ergebnisse der Recherche hat die Umweltorganisation ROBIN WOOD ^ in einer Tabelle (Ökostromanbieter im Vergleich (Stand: August 2008)) ^ PDF zusammengefasst.
 
Sämtliche Atomkraftwerke der Welt benötigten im Jahr 2004 insgesamt 62.000 Tonnen Uran, die in der EU betriebenen rund 20.000 Tonnen. Die weltweit wirtschaftlich rentabel abbaubaren Uranvorkommen werden auf 1,25 bis vier Millionen Tonnen geschätzt. Diese würden bei einem Verbrauch wie im Jahr 2004 für etwa 20 bis 65 Jahre reichen. Sollten noch mehr Atomkraftwerke gebaut werden, sind diese Vorkommen noch vor 2050 erschöpft. (...) Unbestritten bleibt, dass die Atomenergie große Schwächen hat. Im Zuge ihrer CO2-freien Energiegewinnung fallen nukleare Abfälle an, die mit keiner heute bekannten Technologie in eine ökologisch unbedenkliche Form umgewandelt werden können. Jährlich produzieren deutsche Atomkraftwerke mehr als 450 Tonnen abgebrannte Brennelemente, das sind rund 10.000 Tonnen in 20 Jahren. Dieser Nuklearmüll ist selbst nach Jahren in Abklingbecken noch hochradioaktiv. ^
 
Nachdem Sie jetzt erfahren haben welche empfehlenswerten Anbieter es auf dem Energiemarkt gibt, brauchen Sie eigentlich nur noch mit dem neuen Anbieter Ihrer Wahl Kontakt aufnehmen. Dies ist direkt über die jeweilige Internetseite des Öko-Strom-Anbieters - entweder per Mausklick oder per Telefon/Fax möglich – siehe Links. Der neue Anbieter klärt sogar für Sie sämtliche Formalitäten. Auch eine Abmeldung beim alten Stromlieferanten ist in der Regel nicht nötig, denn auch das erledigt der neue Anbieter. Eines sollten Sie dennoch beachten: Eine bestehende Vertragslaufzeit beim bisherigen Anbieter muss natürlich eingehalten werden. Wer mitten in einem Jahresvertrag ist, muss halt den Rest der Zeit noch abwarten. Aber dann ...
 
Technisch gesehen, stellt ein Wechsel zu einem anderen Stromanbieter gar kein Problem dar. Dass man einen neuen Stromlieferanten hat, merkt man nur daran, dass die Rechnung von einem anderen Unternehmen kommt als bisher. Selbst wenn der neue Anbieter - aus welchen Gründen auch immer - nicht mehr liefern sollte, bekommt man dennoch weiterhin Strom. In diesem Fall ist nämlich der örtliche Grundversorger gesetzlich dazu verpflichtet die Versorgung zu übernehmen.
 
So einfach, so leicht!
Und? Schon gewechselt?
 
Wer einen Fehler begangen hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen weiteren Fehler.
- Konfuzius -
 
Weiterführende Links:
 
 
 
 
 

 

 
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