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Vorsicht - Nicht die Dosis des Gifts „Made in China“ hat die alleinige Macht

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Ob Melamin in der Milch oder bleihaltige Barbiepuppen - wie viel Gift tolerieren unsere Kinder noch?

Die Mengen gifthaltiger Produkte, die  täglich verkauft werden und uns Erwachsene wiederholend gefährden, liegen abseits "gesunder" Vorstellungs- und Verarbeitungskraft. Auf unsere Kinder wirken sich die Toxine des alltäglichen Bedarfs weitaus giftiger aus. Gift "Made in China" ist nun gerade mal wieder in aller Munde. Entsetzen breitet sich aus. Vier Babys starben in China bereits an mit Melamin angereichertem Milchpulver. Über 6000 weitere unschuldige Kinder sind schwer erkrankt. Akutes Nierenversagen und der Zusammenbruch der Entgiftungskapazität macht sich bei solch kleinen Körpern natürlich schneller bemerkbar, als bei Ausgewachsenen.

Nun nimmt man die Milchprodukte der chinesischen Fabrikanten, denen die Gefahren der Vergiftung bekannt gewesen sein sollen, aus den Regalen.

Fast vergessen scheinen da die Ereignisse zu Jahresbeginn 2008. Zehn Japaner wurden nach dem Verzehr von Ravioli aus China in Kliniken eingeliefert. Von erhöhtem Pestizidgehalt war die Rede, aber gekonnt wird dies von den chinesischen Behörden abgestritten.

Rund 1,5 Millionen Spielzeugeisenbahnen aus Holz mussten in Amerika vom Markt genommen werden. Die Züge waren mit bleihaltiger Farbe bemalt. Wie viele Kinder wohl nach wie vor mit solchen bleihaltigen Farben konfrontiert werden? Aus der künstlich inszenierten Amalgamkontroverse, die aufgrund aller beweisführenden Studien keinerlei Kontroversen bedürfte, wissen wir Verbraucher ja bestens - oder etwa noch nicht -, wie wir in der Regel an der Nase herumgeführt werden. Demnach entlässt man lieber Amalgamexperten (die Amalgam- und Bleischädlichkeit beweisen können) aus ihrer bisherigen Position, schließt die dazugehörige Umweltambulanz, die zuvor vielen Bleigeschädigten die nötige und entgiftende Unterstützung zuteil kommen lassen konnte und behauptet weiterhin, dass  "Blei/Amalgam" nicht so gefährlich ist.

Es ist ein Anfang ohne Ende - oder besinnen sich die Hersteller und politischen Entscheider doch irgendwann eines Besseren?


Im November 2007 waren es "nur" vier Millionen Spielzeugkisten mit selbstklebenden Plastikkugeln, die vom Markt genommen werden mussten. Der Klebstoff stellte sich als giftig heraus. Es folgte die nächste Hiobsbotschaft im August 2007. Die bisher größte Rückrufaktion weckte die schlafenden Gemüter. Das amerikanische Unternehmen „Mattel“ war gezwungen achtzehn Millionen Spielzeuge zurückzunehmen. Bleihaltige Farbe verzierte die beliebten Automodelle und „Barbie“-Puppen.

Im Juni 2007 erfuhren wir dann, dass erst Dutzende Menschen in Lateinamerika sterben mussten, bis eine mit Frostschutzmittel verseuchte Zahnpasta in diversen Ländern vom Markt genommen wurde. China sprach ein Verbot zur Verwendung dieses Produktes aus aber wie viele andere Menschen die Zahnpasta in gutem Glauben und Vertrauen benutzten und erkrankten und dabei keinen Zusammenhang zu ihrer Zahnpasta herleiten konnten, dies bleibt wohl, wie so oft, ungeklärt.

In den USA wird im März 2007, auch erst nach mehr als 4000 Todesfällen,  ein Produkt vom Markt genommen. Über 4000 Hunde und Katzen überlebten keine weitere Mahlzeit mit ihrem zuvor so geliebten Tierfutter. Man nahm es vom Markt nachdem Melamin in Weizen- und Reisbestandteilen nachgewiesen wurde. Auch hier wurde Melamin lediglich zur Vortäuschung hoher Poteingehalte hinzugefügt.

Ob nun auch noch der Industriefarbstoff Sudan IV in Kosmetik, Geflügel und Gewürzen gefunden wurde (2006/07) oder Fäkalbakterien in Jojos aus China (2004) die Runde machten, die Schädlichkeit diversester Schadstoffe ist der Allgemeinheit geläufig.

Es erscheint sogar, dass sich bei vielen Verbrauchern ein Gewöhnungseffekt eingestellt hat. Da die Hiobsbotschaften meist weit genug von der eigenen Betroffenheit zu sein "scheinen", wird schnell zur Tagesordnung übergegangen und das Motto weiterhin gelebt: "wenn` s nur Andere umhaut, macht es mich nicht schwächer". 

Dass die unmittelbaren Angriffe auf unser aller Gesundheit kaum registriert werden liegt einzig und allein daran, dass sich die Multiplikationsfaktoren meist "schleichend" in unsere Organismen begeben. Ein bisschen Pestizide im Obst, ein bisschen Amalgam aus den Plomben, da ein wenig Zusatzstoff in der Bratwurst und Geschmacksverstärker in der Fastfood-Mahlzeit, ein bisschen Moschus im Parfüm (um die Sinne zu benebeln) und ein Hauch von Luxus in Form der chemischen Gerbstoffe aus der Ledercouch, da die Desinfektion und dort die Beduftung, Flammschutzmittel aus dem DVD-Player und PC, Toner aus dem Drucker und  allergieauslösende Azofarbstoffe in der Arbeitstasche sorgen für eine stetige Befüllung der „Menschen-fässer“.

Wenn das Fass jedoch voll ist und der Zeitpunkt der Schwächung gekommen ist, beginnt meist eine Odysee des Ärztehoppings. Verschiedene Auslöser der Vergiftung bewirken multiple Erkennungsmerkmale und Folgekrankheiten. Ob Morbus Alzheimer, Fettsucht, Allergie, Krebs, ADHS oder Parkinson, auf einzelne Auslöser lässt sich oft nach längerem Zeitraum keine Erkrankung mehr zurückführen und selbst wenn, so liegt die Wahrscheinlichkeit einen qualifizierten und "willigen" Umweltmediziner zu finden bei einer verschwindend geringen Wahrscheinlichkeit von rund 1 zu 100. Der Körper hat allerdings alles gespeichert, sendet unaufhörlich Signale der Warnung und vergisst kaum eine "Giftsünde".
 
Sei es der Kopfschmerz nach der Giftüberflutung nahe der Hauptverkehrsstrasse, der Schwindel nach dem Pestizid im Salat, der Ausschlag nach dem Schadstoffkontakt auf dem neuen Sofa, die Konzentrationsschwäche nach dem Weichmacherüberschuss im PVC des Klassenzimmers oder das ausgasende Formaldehyd aus dem pflichtgemäß als Sondermüll zu entsorgenden Laminat - unsere Körper sind ursprünglich genial auf Belastungen und Bedrohungen vorbereitet. Sie entsorgen alles, was sie entsorgt bekommen und nutzen die ihnen gelieferten und antioxidativ wirkenden Vitamine und Nährstoffe, das tragende Wasser und die bindenden Lebensmittel zum Abtransport der "unnatürlichen" und nicht verwertbaren Stoffe.

Das Dilemma verstärkt sich jedoch rasant wenn sich die zugeführten Stoffe kaum noch entgiften lassen. Die neuro- , gen- und zelltoxisch wirkenden modernen Pestizide sind beispielsweise so ausgereift hergestellt, dass sie sich kaum noch binden und entgiften lassen. Zusätzlich werden sie seitens der Hersteller mit anderen Pestiziden vermischt um gefürchtete Resistenzen der Insekten zu verhindern.
 
Wir Menschen entwickeln, hingegen zu manchen Insekten, keine Resistenz gegenüber Chemikalien. Auch ist es ein Trugschluss, dass Menschen sich an Schad- bzw. Giftstoffe gewöhnen können.

Die Biogenetiker wissen keine Lösung. Sie stehen vor einem Rätsel. Bisher hat sich der Mensch evolutionstechnisch anpassen können. In bezug auf die Schadstoffüberflutung zeigt er sich allerdings hilflos. Genmutationen werden immer evidenter und so wundert es nicht, dass bereits 50 % der Bewohner in Industrienationen nicht mehr vollständig in der Lage sind eine gesunde Entgiftungskapazität vorzuweisen. Mit spezifischen Genmutationen lassen sich notwendige Entgiftungsenzyme nicht mehr ausreichend produzieren.

Wir Menschen geraten aus der Balance.

Eine schleichende biochemische Oxidation gewinnt Überhand über die schützende und naturgegebene Antioxidation.
Unsere natürliche Bio-Chemie verliert gegenüber der von Herstellern künstlich produzierten Chemie.

Ob sich bei all dem weltweit anerkannten wissenschaftlichen Stand eine Erklärung finden lässt, warum solche Giftstoffe/Chemikalien überhaupt in die Nähe unserer Kinder gelassen werden? Wer ist schuld?  - So lautet, bei so manchen Vorkommnissen, die allseits beliebte Frage. Sind es die billig produzierenden Hersteller oder gar die Abnehmer, die bei Auftragsgabe Dumping - Löhne für Dumping - Preise fordern? Wer bestimmt nun diese Ereignisse? Lernen nicht schon die Kinder in der Schule, dass die Nachfrage den Markt bestimmt?

"Geiz ist geil" - und "Profit over life" -  Zeitalter auf Kosten unserer Existenz!
 
Die Herstellung von Spielzeug ohne belastende Weichmacher, giftige Klebstoffe und bleihaltige Farben ist möglich und schadstofffreie Produkte sind auf dem Markt zu Genüge vertreten. Sollte da nicht jeder die Verantwortung übernehmen und beim Einkauf nach Zertifikaten und Produktursprung fragen?

Gift ist nicht geil, sondern tödlich und Zerstörung ist nicht cool, sondern kriminell!

Giftige Schadstoffe, jeglichen Ursprungs, bombardieren unsere Gene, unsere Gehirne und unsere Organismen. Wir Menschen, die Tiere und die Umwelt sind nur begrenzt in der Lage zu kompensieren.

Achtsamkeit, statt der "Drei-Affen-Mentalität" ist zum Erhalt unserer Lebensgrundlagen unabdingbar! Aufwachen und Nachfragen ist angesagt! Prävention und Bewusstsein ein Muss!

Gibt es einen Ausweg und ist Prävention und Umkehr möglich? JA!


 
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