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Greenpeace: "Vattenfall verheizt das Klima"

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Protest vor Hamburger Konzernzentrale gegen Genehmigung von Moorburg

Gegen die Entscheidung zum Bau des umstrittenen Kohlekraftwerks in Hamburg-Moorburg protestieren Greenpeace-Aktivisten heute Abend vor der Konzernzentrale von Vattenfall Hamburg. Die Aktivisten projizieren auf die Fassade ein Lichtbild mit der Warnung "Vattenfall verheizt das Klima".
Greenpeace wirft Vattenfall vor, Hamburg mit dem Klimakiller Moorburg aus Profitinteresse auf ein überholtes Energiekonzept festzulegen und den Klimaschutz zu opfern. Die Umweltschützer fordern die Hamburger Bürger auf, den Klimaschutz selbst in die Hand zu nehmen und zu einem klimafreundlichen Stromanbieter zu wechseln.
Vattenfall verheizt das Klima haben Greenpeace-Aktivisten an die Fassade der Vattenfall-Konzernzentrale projiziert.

"Diese Entscheidung des Senats für das Kohlekraftwerk ist ein harter Rückschlag für eine fortschrittliche Energieversorgung und eine bittere Niederlage für die GAL", sagt Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid.
"Anja Hajduk ist vor Vattenfalls Drohung mit Schadenersatzforderungen in Milliardenhöhe eingeknickt. Darüber können auch die Umweltauflagen nicht hinwegtäuschen. Die Klimabilanz Hamburgs wird durch die Kohlendioxidschleuder Moorburg für Jahrzehnte belastet. Die Schlote von Moorburg werden eine Warnung sein. Wenn sich die Energiekonzerne mit ihren Kraftwerksplänen für Jahrzehnte auf Kohle festlegen, wird Deutschland seine Ziele im Klimaschutz nicht erreichen."

Die Entscheidung für Moorburg hat Oberbürgermeister Ole von Beust (CDU) bereits vor der Wahl in Hamburg getroffen. Dazu ermutigte ihn auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die sich von Vattenfall-Chef Lars Göran Josefsson in Energiefragen beraten lässt. "Josefsson hat seine Funktion als Klimaberater der Kanzlerin missbraucht. Dieser Machtklüngel aus Beust, Merkel und Joseffson hat dafür gesorgt, dass es für Hamburg keine zukunftsweisende Energieversorgung geben wird."

Das geplante Kraftwerk wird über 8,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr ausstoßen. Statt Gas wird der mehr als doppelt so klimaschädliche Energieträger Kohle eingesetzt. Zudem ist das Kraftwerk so überdimensioniert, dass nur ein kleiner Teil der Abwärme genutzt werden kann, die bei der Energieerzeugung anfällt: Fast die Hälfte der eingesetzten Energie verpufft ungenutzt. Mit dem Bau überdimensionierter, uneffizienter Kohlekraftwerke wird die Bundesregierung ihr Klimaschutzziel nicht erreichen, die Treibhausgase bis 2020 um 40 Prozent unter den Ausstoß von 1990 zu senken.

Quelle:
Greenpeace

 
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