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Nun haben neueste Forschungserkenntnisse aufgezeigt, dass Kurzsichtigkeit auch auf umweltbezogene Ursachen zurückzuführen ist

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Umweltpatienten merken es oft als Folgesymptomatik einer Schadstoffexposition. Unschärfe, Augenröte und sogar Erblindung werden nicht selten als Symptome dokumentiert.

Nun haben neueste Forschungserkenntnisse aufgezeigt, dass Kurzsichtigkeit auch auf umweltbezogene Ursachen zurückzuführen ist.

Statt im stillen Kämmerlein zu verweilen und sich mit Innenraumschadstoffen, sowie stickiger Luft zu überfordern, sollte man auch bei unschöneren Temperaturen mehr ins Freie gehen. Frische Luft ist unter Anderem für gutes Sehen verantwortlich.

Auf der 12. Internationalen Kurzsichtigkeitskonferenz in Cairns (Australien) stellten rund 200 Wissenschaftler,  aus aller Welt, ihre neuesten Ergebnisse vor. Professor Frank Schaeffel aus Tübingen, Leiter der Sektion für Neurobiologie des Auges des Universitätsklinikums Tübingen, war vor Ort und stellte Ergebnisse der Konferenz zusammen.

Demnach ist Kurzsichtigkeit (Myopie) bei Kindern und Jugendlichen die häufigste Fehlentwicklung des Auges. Ein Drittel der Bevölkerung in den Industrienationen soll bereits kurzsichtig sein. In den Großstädten Asiens steigt die Zahl bis auf 90 Prozent. Außerdem haben Studien gezeigt, dass Kurzsichtigkeit bei Menschen mit höherem Bildungsstand am Ansteigen ist.

Wenn der Punkt des schärfsten Sehens, der Brennpunkt, vor der Netzhaut liegt und nicht auf ihr, spricht man von Kurzsichtigkeit. Der Blick in die Ferne wird daher unscharf. Kurzsichtigkeits-Forscher beschäftigen sich in erster Linie mit drei Fragestellungen:

1.)    Welche Umweltfaktoren wirken sich auf das Auge aus? 
2.)    Welche Gene sind für die Kurzsichtigkeit verantwortlich?
3.)    Durch welche Signale regelt die Netzhaut das Wachstum des Augapfels und welche Möglichkeiten hat man des Einflusses darauf?

Studien aus Australien, Singapur und den USA, zeigen, dass Kinder nicht so häufig kurzsichtig werden würden, wenn sie sich mindestens zehn Stunden pro Woche an der frischen Luft aufhalten würden. Eltern sollten daher bei Anlässen wie Weihnachten und Geburtstage mit mehr Bedacht schenken. Ein Roller, Skateboard, Fahrrad, Rollerskates oder Basketballkorb wäre sicherlich förderlicher für den Junior als die neuesten PC- und Konsolenspiele. Der Geldbeutel könnte genauso geschont werden wie das kindliche Auge.

Hinzukommt die Risikoerhöhung über eine genetische Disposition. Ist ein Elternteil bereits kurzsichtig, erhöht sich das Risiko für die Kinder um das Dreifache, bei zwei Elternteilen um das Sechsfache. Die Forscher sind noch nicht in der Lage das hierfür verantwortliche Gen zu identifizieren.

Um der Kurzsichtigkeit entgegenzuwirken, setzt man ebenfalls an einem weiteren Ansatzpunkt an. Da Netzhaut und Lederhaut über chemische Signale das Wachstum des Augapfels bestimmen, wird versucht die hierfür zuständigen Signalketten zu entschlüsseln.

Bisher stellte man nur bei Brillen den Brennpunkt des Auges „scharf“. Die Augenwinkel (Peripherie) fanden jedoch keine Beachtung. 2010 findet in Tübingen die nächste „Internationale Kurzsichtigkeitskonferenz“ statt. Auf weitere Ergebnisse darf man gespannt bleiben.

 

 
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