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Wasserrechtliches Verfahren zu Staudinger Block 6

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Schwermetalle belasten den Main

Der geplante, gigantische Kohlemeiler Block 6 ist wegen der mit seinem Betrieb verbundenen hohen Schadstoffbelastungen des Mains aufgrund europarechtlicher Vorgaben nicht genehmigungsfähig. Mit diesem Fazit aus dem Studium der ausgelegten Unterlagen des wasserrechtlichen Erlaubnisverfahrens gehen die Aktiven der Bürgerinitiative Stopp Staudinger in die zweitägige, mündliche Erörterung.

„Insbesondere durch den Schwermetall-Cocktail aus  Blei, Cadmium, Arsen, Quecksilber und Thallium, der aus der Luft und der Abwasseranlage in den Main gelangt, wird sich die Wasserqualität des Gewässers mit dem neuen Kohlemeiler erheblich verschlechtern. Die gesundheitlichen Risiken für die Nutzer des Mainwassers, aber auch der ufernahen Bereiche werden deutlich zunehmen. Darüber hinaus drohen akute Gefährdungen des Grundwassers sowie der Trinkwasserreservoire im Einzugsbereich des Mains“, mahnt BI-Sprecher Winfried Schwab-Posselt.

„Als Knock-out für Block 6 wird sich die zunehmende Quecksilberbelastung des Mains herauskristallisieren. Bereits jetzt werden aus Hessens zweitgrößter Quechsilberschleuder jährlich über 70 Kilogramm des hochtoxischen Schwermetalls emittiert. „Wenn der geplante Block 6 Realität werden sollte, dann wird sich die in die Luft abgegebene Quecksilberfracht um über 40 Prozent erhöhen und das E.ON- Werk einen traurigen Spitzenplatz in Hessen einnehmen. Die Gesundheit all derjenigen, die mit dem Mainwasser in Berührung kommen, ist akut gefährdet“, so BI-Schwab-Posselt.

Im großen Versammlungsraum des Behördenzentrums in der Frankfurter Gutleutstraße  werden ab kommenden Mittwoch die Einwendungen  gegen den umstrittenen, weltgrößten Steinkohleblock vorgetragen. Nachdem das Regierungspräsidium Darmstadt eine 1. und 2. Teilgenehmigung  von Block 6 ausgesprochen hat  -  dagegen wurden Klagen vor Gericht eingereicht  -  will E.ON auch die rechtliche Erlaubnis zur Einleitung  in und Entnahme von Wasser aus dem Main erhalten. Heftige Attacken führt der BI-Sprecher gegen das Darmstädter Regierungspräsidium. Weil nur diejenigen in den Betsaal der ehemaligen Gutleutkaserne eingelassen werden sollen, die auch Einwendungen erhoben haben, wirft Schwab-Posselt den Verantwortlichen mangelnde Transparenz vor: „Die Inszenierung soll hinter verschlossenen Türen unter Ausschluss der Öffentlichkeit über die Bühne gehen. Aus der Stuttgart 21- Problematik hat diese Behörde rein gar nichts gelernt. Wir werden über den Antragsweg dafür sorgen, dass alle  mit in den Saal gehen können“.

Die Umweltfreunde ruft die Bürgerinitiative Stopp Staudinger auf, zur Auftaktveranstaltung  am Mittwoch, den 14. September, um 8.30 Uhr, nach Frankfurt zum Behördenzentrum in die Gutleutstraße 138 zu kommen. Mit Angeln und Fischernetzen ausgestattet wollen die Aktivisten vor dem Veranstaltungssaal mit einem bunten Protest auf die zunehmende Gefährdung des Mains aufmerksam machen. „Tragen wir alle dazu bei, dass der Main nicht noch mehr belastet wird und dem Block 6 endlich das Licht ausgeknippst wird“, gibt sich der BI-Sprecher kämpferisch.

Quelle: BI Stopp Staudinger
 

 
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