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BI-Auftritt bei Großdemonstration - E.ON spielt mit falschen Karten

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Ein klares Zeichen gegen Kohle und Atom hat die Bürgerinitiative Stopp Staudinger auf der Großdemonstration in Frankfurt gesetzt. Unter dem Motto Atomkraft Schluss! zogen die Umweltaktiven aus der Region um das E.ON-Kohlekraftwerk gemeinsam mit tausenden Demonstranten durch die Straßen der Bankenmetropole.

BISSIn einem Grußwort, gehalten auf einer Zwischenkundgebung vor den Türmen der Deutschen Bank,  ging BI-Sprecher Winfried Schwab-Posselt zunächst hart mit der Wiesbadener schwarz-gelben Koalition ins Gericht. Er bezeichnete diese als die Allerletzten, die von Bord des sinkenden Atomschiffes Biblis gehen. Schelte erntete die Landesregierung, weil sie angesichts des drohenden Aus der Atom-Reaktoren in Biblis vehement auf die schmutzige Dinosauriertechnologie der Kohleverstromung setzt. „Biblis geht, Staudinger Block 6 kommt - Energiewende a la Volker Bouffier. Die orientierungslosen, energiepolitischen Blindflieger der hessischen Landesregierung läuten in diesen moratoriumsbewegten Zeiten die Renaissance der klimaschädlichen Kohleverstromung ein“, kritisiert Schwab-Posselt die antiquierte Energiepolitik der Wiesbadener Koalition. Mit allen Mitteln versuche Bouffier das umstrittene Neubauvorhaben Staudinger Block 6 wieder in den Fokus der energiepolitischen Debatten zu rücken.

Entsprechende Begleitmusik ertönt dazu nach Auffassung des BI-Sprechers aus den Chefetagen der Energiekonzerne. So lasse der Vorstandsvorsitzende von E.ON, Johannes Teyssen, angesichts des Atommoratoriums über die Ticker der Presseagenturen apokalyptische Szenarien in den Medien der Republik verbreiten: Den Stromnetzen drohe der Blackout, höhere Strompreise könnten die energieintensive Industrie außer Landes treiben, es stehe gar der Untergang der Industriegesellschaft bevor. Vor dem Hintergrund der abgeschalteten Atomanlagen habe man Gas- und Kohlekraftwerke hochfahren müssen, um Stromausfällen vorzubeugen. Die lokalen Öffentlichkeitsstrategen von E.ON würden die Printmedien mit der Falschmeldung füttern, beim Kohlekraftwerk Staudinger rauchten angesichts der abgeschalteten Atomanlagen die Schornsteine mit Volldampf.

„Alles Lüge“, wirft Schwab-Posselt dem Energiekonzern vor. „Von wegen: Betrieb auf Hochtouren: Seit gut zwei Monaten laufen die Kohlemeiler bei Staudinger mit höchstens einem Fünftel der Kraftwerksleistung. Die meiste Zeit fächelt nur ein dünnes Fähnlein aus einem der Kühltürme“. Obwohl momentan nur noch 4 der 17 Atomreaktoren am Netz sind, gehen nach Meinung des BI-Sprechers die Lichter nicht aus. Auch die Strompreise bewegten sich auf üblichem Niveau. „Die wenigen Energieriesen treiben ihr verlogenes Spiel mit den Ängsten der Menschen, weil sie selber Angst haben, ihre enormen Profite künftig an die vielen, kleinen Zwerge  zu verlieren“, empört sich Schwab-Posselt unter dem Beifall der Demonstranten. Für den BI-Sprecher sind das alles auch inszenierte Ablenkungsmanöver, denn Global Player wie E.ON würden schon seit Wochen ihren Strom überwiegend aus Frankreich und Tschechien beziehen, nicht weil hierzulande die Lichter auszugehen drohen, sondern weil es momentan wesentlich kostengünstiger sei, Strom zu importieren als ihn in deutschen Landen zu produzieren.

Zum Schluss seiner Rede appelliert Schwab-Posselt an die Tausende vor den Bankentürmen: „Lasst uns über den heutigen Tag hinaus gemeinsam weiterkämpfen, für einen sofortigen Atomausstieg und gegen den Bau neuer Kohlemeiler wie den Klimakillerblock 6 oder das Mini-Braunkohlekraftwerk, das vor den Toren Frankfurts in Fechenheim geplant ist.“

Quelle. BI Stopp Staudinger

 
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