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Home The News Vergiftungen von Crews und Passagieren – Informationsblatt (Aktualisierung 2014)

Vergiftungen von Crews und Passagieren – Informationsblatt (Aktualisierung 2014)

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Vergiftungen von Crews und Passagieren – Informationsblatt (Aktualisierung 2014)
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Fluggesellschaften und Flugzeughersteller und ihr rätselhaftes Schweigegelübde  - Gifte in Flugzeugen

Statt Aufklärung und Fürsorge zu betreiben, wird tagtäglich weiterhin die Gesundheit von Passagieren und Mitarbeitern gefährdet.

Im Umgang mit den an Bord vorkommenden neurotoxisch wirkenden Pestiziden / Organophosphaten haben die Airlines auf ganzer, internationaler "Linie" versagt.

Bei den in diesem Artikel beschriebenen Risiken und Nebenwirkungen, empfiehlt es sich auf die Kontaktierung eines „Flug-Betriebs“-Arztes oder eines toxikologisch ungeschulten Apothekers und „Nicht"-Fachmannes zu verzichten. Industrie- und airlineunabhängige Gutachter, Ärzte, Toxikologen, Umweltmediziner, Therapeuten und Berater sollten zur Wahrheitsfindung und Unterstützung an erster Stelle stehen.

Sollten Sie Passagier sein und nach einem Flug Beschwerden bzw. Vergiftungssymptome bemerken, verhalten Sie sich bitte gesundheitsbewusst und zielorientiert. Tipps finden Sie untenstehend.

Der beste Schutz für die Gesundheit ist die Vermeidung der Auslöser. Das bedeutet:
Umso weniger Gifte in Flugzeugen vorhanden sind, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit bereits nach einem Flug eine Intoxikationskrankheit – Vergiftung zu erleiden.

Schauen Sie sich diesen Film an: „Welcome Aboard Toxic Airlines“ ^

Dieser Film dokumentiert sehr anschaulich die Lebensgeschichten zahlreicher Crewmitglieder aus aller Welt, deren Leben nach einer Vergiftung durch neurotoxische Chemikalien eine vorher unvorstellbare Wende nahm. Glauben Sie nicht, dass es sich um Einzelfälle handelt, die kontaminierte Kabinenluft einatmeten und mit schweren Vergiftungen zu leiden haben – entgegen der Verlautbarungen verschiedenster Fluggesellschaften, die sich seit vielen Jahren unter dem Mantel des Schweigens und Vertuschens hüllen.

Die flugspezifischen Vergiftungsbilder werden teilweise auch mit dem „Aerotoxischen Syndrom“ beschrieben. Dahinter steckt oftmals eine altbekannte Intoxikationskrankheit. Der Begriff „Aerotoxisches Syndrom“ wurde 1999 von Dr. Harry Hoffman, Professor Chris Winder und Jean Christophe Balouet, Ph.D., eingeführt.

Ein „Syndrom“ beschreibt meist einen Syptomkomplex. Die Symptomvielfalt einer Intoxikationsfolge, die oftmals organübergreifend (Multisystemerkrankung) nach einer Giftstoffexposition entsteht, ist in der Regel zwar sehr komplex und für ungeschulte Menschen irreführend, so auch beim „Aerotoxischen Syndrom“, aber ermöglicht dennoch einem Vergiftungsexperten eine klare Definition und Abgrenzung von anderen „unspezifischen“ oder / und psychogenen Krankheitsbildern.

Da die Diagnostik der meist schleichenden Vergiftungserkrankungen und die Herleitung des Kausalzusammenhangs zu Giftstoffen im Flugzeug aus Erfahrung heraus nur eine Herausforderung für einen kompetenten Umweltmediziner oder/und Experten anderer Fachrichtungen (Toxikologie, Arbeitsmedizin) sein kann, wird die beschriebene Komplexizität und Schwere seit Jahrzehnten von „Insidern“ der Flugmedizin zum Vorteil der Verantwortlichen genutzt.

So wird aus einer Vergiftungssymptomatik mit den möglichen, schweren Folgen von Krebs (meist Brust- und Prostatakrebs oder Leukämie) rapide schnell ein Depressionsbild, ein „Rheuma unklarer Genese“, eine Sinusitis, ein chronischer Infekt, eine Bronchitis, eine Migräne, ein M. Parkinson, ein M. Alzheimer, eine Immunschwäche und schlimmstenfalls eine psychosomatische Angststörung, Psychose, Hypochondrie oder Multiple Sklerose, gemacht.  

Vergiftete Passagiere und Crewmitglieder werden nicht selten schwer krank. Die Folge davon ist oftmals die andauernde Flug- und Leistungsuntauglichkeit. Wider besseren Wissens, seitens der zuständigen Betriebsärzte und Flugmediziner, quälen sie sich obendrein noch mit kontraindizierten Medikamenten, zermürbenden Symptomen und falsch gestellten Diagnosen, die simpel ausgedrückt den Arzt zum straffälligen Täter und den Patienten zum Opfer des „Ärztlichen Kunstfehlers“ machen.

Katastrophalerweise geraten dadurch oftmals schwer lebensbedroht kranke Menschen in die Mühlen der Falschdiagnostiker, Interessenverflechtungen und Justiz. Psychiatrische und psychologische Diagnostik- und Therapieformen haben statt toxikologischer und umweltmedizinischer Bewertungen, Hochkonjunktur. Die Verursacherseite scheute bisher keine Mittel und Maßnahmen, um diesen weltweiten Skandal zu verheimlichen.

Das Thema der Giftstoffe in Flugzeugen ist kein „neues“ Thema

Schon vor und in den Neunziger Jahren wurden reichlich Intoxikationen von Crewmitgliedern dokumentiert. Bereits Ende der neunziger Jahre beschlagnahmte der Staatsanwalt Erich Schöndorf mit seinem Team ein Flugzeug der größten deutschen Fluggesellschaft. Gutachter nahmen Proben und wurden mehr als fündig. Man fand verschiedenste hochgradig toxische Chemikalien. Der Nachweis verschiedener Pestizide und anderer Chemikalien im Flugzeuginnenraum wurde erbracht. Dies bestätigte der damals eingesetzte Gutachter Johann F. und der Staatsanwaltschaft Prof. E. Schöndorf erst kürzlich. Wie erklärt es sich jedoch, dass ein Anruf bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt, seitens der Airline, genügte um die Ermittlungen einstellen zu lassen? Beweisführenden Akten wurden gebunkert und Zeitzeugen „überredete“ man hinter verschlossenen Türen zum Schweigen.

Lobbyismus, Verstrickungen und Verflechtungen so weit das Auge reicht.

Airline-Kooperations-Versicherungsgesellschaften kündigten ihren „kleineren“ und „finanzschwächeren“ Rechtschutzmitgliedern (Patienten) auf sanftes Anraten der mächtigen „Kooperationspartner“ die Mitgliedschaft. Die Rechtsanwälte der vergifteten Mandanten (Crewmitglieder) hatten auf einmal Schweizer Bankkonten und verwahrlosten ihre Kanzleien. Flug- und Betriebsärzte wiesen auf ihre Schweigepflicht gegenüber ihrer „Brötchengeber“ hin, erhielten das Bundesverdienstkreuz und ignorierten ihren Arztcodex.

Wann nimmt dieser Skandal ein Ende? Wie hoch soll die Zahl der Vergiftungsopfer durch den Flugbetrieb noch werden?
Weltweit sind es Abertausende deren Gesundheit und Leben durch schwer neurotoxische Gifte an Bord zerstört wurde. Verantwortliche werden nicht weiterhin die Fakten vertuschen können. Zu viele Ärzte, Wissenschaftler, Politiker, Passagiere, Crewmitglieder und Zeitzeugen erarbeiteten gemeinsam, vernetzt und weltweit die gebündelte Beweislage.

Hintergründe und Informationen zur schleichenden Gefahr im Flugbetrieb:
Beispiel: „Fume-Events“: An Bord eines Flugzeuges wird die warme Druckluft der Kabine durch die Triebwerke bereitgestellt. Diese gerät bei der Zufuhr mit Schmier-Öl-Stoffen in Verbindung. Verschiedene Dichtungen sollen das Schmieröl von der Luft trennen. Dies wird jedoch durch deren Beschaffenheit nicht zu 100% gewährleistet. Ölbestandteile geraten somit in die Kabinenluft. Die massive Beanspruchung der Dichtungen sorgt für eine konstante Abnutzung und in Folge auch zum totalen Versagen der Trennfunktion. Ölmengen vermischen sich samt allen giftigen Bestandteilen mit der sehr heißen, komprimierten Luft und gelangen so ungefiltert in Form von neurotoxischen Dämpfen oder Rauch in das Innere der Kabine. Seit Jahrzehnten kennt man diese verschwiegene Gefahr. Diese Vergiftungsvorfälle nennt man weltweit „Fume Events“.

Das eingesetzte, komplexe synthetische Öl enthält eine enorme Menge an giftigen Inhaltsstoffen, einschließlich Trikresylphosphat (TCP). Trikresylphosphat soll eine Abnutzung der Dichtungen verhindern. Es handelt sich hierbei um ein sehr toxisches Gift der Organophosphat-Gruppe. Bei extremer Erhitzung von auf über 250 Grad, wie in der Regel nach Triebwerkszündung der Fall, entstehen hochtoxische Gase, die eine oxidative und somit auch zerstörerische Wirkung auf jeden Organismus haben können.

Bereits 1977 wurde ein Pilot einer C-130 Hercules nach dem Einatmen kontaminierter, organophosphathaltiger Kabinenluft flugunfähig. Die neurologischen Eigenschaften von Organophosphaten sind auch seit dem zweiten Weltkrieg weitreichend erforscht und bekannt. Die Ölhersteller warnen jedoch erst ab 350 Grad vor möglichen Gesundheitsschädigungen.

In der englischen Fassung des Sicherheitsdatenblattes zu dem verwendeten Triebwerksöl 430207-00 „MOBIL JET OIL II - MATERIAL SAFETY DATA BULLETIN“ lässt sich eine klare Warnung nachlesen. TCP soll unter Anderem demnach in der Lage sein, eine Cholinesterase Inhibition zu verursachen. Es verursacht ebenfalls eine der Neurotoxizität assoziierte Neuropathie.

Es heißt im Original/Auszug:
“NOTE TO PHYSICIANS: This product is not expected to produce adverse effects under normal conditions of use and appropriate personal hygiene.  This product contains TCP which can cause symptoms associated with cholinesterase inhibition.  TCP may also produce neurotoxicity associated with inhibition of neuropathy target esterase (NTE).  Effects of cholinesterase inhibition are expected to occur within hours of exposure, but neurotoxicity related to NTE inhibition may not become evident for several days. Treat appropriately.”

In der deutschen überarbeiteten Übersetzung des EG-Sicherheitsdatenblattes mit der Produktbezeichnung MOBIL JET OIL II, vom 04 Juli 2008, hat man dagegen den Warnhinweis aus der englischen Fassung schlichtweg ausgelassen.

Durch die zu erwartende neurotoxische Wirkung, finden Organophosphate auch in der Herstellung von Nervengas und Pestiziden der Agroindustrie, Verwendung.

„Golfkriegs-Veteranen“ erlitten ähnlich wie Vielflieger, Crewmitglieder und Landwirtschaftsarbeiter schwere Organophosphat-Vergiftungen. Das „Gulf-War-Syndrom“ musste als Vergiftungsfolge anerkannt werden.

Die US-Army verwendet aufgrund der mehr als zu Genüge existenten und beweisführenden Studien und Berichte, im Gegensatz zur zivilen Luftfahrt, kein TCP mehr.

Vom 20. bis zum 21. April 2005 fand in London eine ergebnisreiche Konferenz zu den Gefahren durch den Einsatz von Organophosphaten und diversen anderen hochgefährlichen Giftstoffen im Flugbetrieb statt:

„Proceedings of the BALPA (British Airline Pilots Association) Air Safety and Cabin Air Quality - International Aero Industry Conference“.
Reports in Safety and Environmental Science BALPA Contaminated Air Protection:
Air Safety and Cabin Air Quality International Aero Industry Conference School of Safety Science, The University of New South Wales August 2005; ISBN 0-7334-2282-9

Beim diesem Symposium ging es um die Qualität der Flugzeug-Inneraum-Luft. Die Kabinenluftqualität wurde von den anwesenden Experten einstimmig als Gesundheits- und Sicherheitsrisiko eingestuft.

Die politische Dimension dieses Problems wurde mit der Präsentation von zwei Parlamentariern abgedeckt, Paul Tyler vom “UK House of Commons” und John Woodley, Senator für Queensland im australischen Senat  und Chairman der vom Senat in 1999 bis 2000 durchgeführten Untersuchungen zur Kabinenluft-Qualität der BAe 146.

Die toxikologischen Aspekte wurden von Professor Christiaan van Netten, der “University of British Columbia” und Professor Chris Winder der “University of New South Wales“ durchleuchtet und vorgetragen.

Die involvierten Chemikalien (als Inhaltsstoffe von Flugzeug-Öl bekannt) waren die neurotoxischen „tricresyl phosphate“, „phenyl-alpha-naphthylamine“ und das umwelttoxische „dioctyldiphenylamine“, genauso wie eine Auswahl flüchtiger organischer Verbindungen, und Flammschutz-Chemikalien, die bei Expositonsereignissen präsent sind.

Die medizinischen Aspekte konnten von Ärzten und Wissenschaftlern, die eine Reihe an Flugpersonal nach „bleed-Air-Unfällen“ untersucht und behandelt hatten, verdeutlicht werden. Professor Malcolm Hooper, von der “University of Sunderland” zeichnete die Parallelen von exponierten Crewmitgliedern zu anderen Gruppen wie die der Organophosphaten ausgesetzten Landwirte und Golfkriegsveteranen auf.

Professor Robert Haley, der „University of Texas Southwestern Medical Center” benutzte die amerikanischen Erfahrungswerte, die mit dem Golfkriegs-Syndrom gesammelt wurden und illustrierte die Möglichkeiten im Umgang mit den spezifisch auftretenden chronischen Ermüdungs-, Schmerz- und kognitiven Erscheinungsbildern.

Dr. Moira Somers und Dr. Andrew Harper  aus Westaustralien, berichteten über die ihnen bekannten Fälle von bis zu 60 erkrankten Crewmitgliedern. Sie stellten eine auffällige Ähnlichkeit zwischen der Exposition, den Symptomen und dem Krankheitsausbruch – der Vergiftung – fest.

Dr. Gunnar Heuser, aus Kalifornien, berichtete über seine Ergebnisse zu den neuropsychologischen, den SPECT (Single Photon Emission Computer Tomographie) und PET (Positron-Emissions-Tomographie) - Untersuchungen von 26 Flugbegleitern und deren Gehirnfunktions - Scans. Seine Studie brachte signifikante Abnormalien zum Vorschein und ließ die abschließende Bewertung einer toxischen Encephalopathie – Diagnose, zu.

In allen Fällen wiesen Dr. Jonathon Burdon und Dr. Allan Glanville, respiratorische Probleme ihrer 14 BAe 146 Crewmitglieder/ Probanten (Flugpersonal nach Exposition mit Öl, Dämpfen / TCP) auf. Alle Doktoren stimmten überein und bestätigten, dass nach einer Kontamination einerseits Kurzeit- aber auch Langzeitfolgen (länger als 12 Monate) ausgelöst werden können.

Die psychologische Dimension dieses Problems wurde von der Neuropsychologin Dr. Sarah Mackenzie Ross von der „University College“ in London dargelegt. Die kognitiven Unfähigkeiten  von 25 Landwirten nach Organophosphat -/ Pestizid – Exposition.

Professor Abou-Donia der „University, Durham, North Carolina” beschäftigt sich seit 30 Jahren mit der Toxizität von Organophosphaten und ermöglichte eine breite Übersicht über die Organophosphat  -Ester-Induktion  einer chronisch, neurologischen Vergiftung. Charakteristisch ist die Langzeitauswirkung, die Persistenz, die chronische Neurotoxizität – Symptome der Individuen, die längerfristig, auch wenn gering dosiert, subklinischen Chemikalien-Dosen ausgesetzt waren.

Abschließend fasste der Generalsekretär der BALPA, Jim McAuslan, die Konferenzergebnisse zum Problem, das Kurz- und Langzeitschädigungen bei Crewmitgliedern hervorruft, folgendermaßen zusammen:
Das ursächliche Problem findet am Arbeitsplatz (also in Flugzeugen) statt. Abgesehen von der substantiellen Minderberichterstattung zu „bleed air“ – Unfällen, ist das Problem schon jetzt signifikant hoch. Crews und Passagiere sind in Gefahr.

Mit dem richtigen Willen, kann das Problem gelöst werden.

Obwohl die Konferenz von einer Pilotenvereinigung organisiert wurde, war sie nur minimal von Fluggesellschaften und Flugregulatoren besucht worden – dies sei schade, hielt man fest. Deren Abwesenheit verstärkte den Eindruck der Konferenzteilnehmer, dass diese Organisationen in der Verleugnung der Kabinenluft - Qualitäts-–Problematik verharren.

Die aktuelle „US Federal Aviation Regulation 25.831” gibt vor:
“Unter normalen operativen Konditionen und in dem Falle eines möglichen Systemfehlers, welches die Klimatisierungsluft beeinträchtigen könnte, muss eine ausreichende Menge an unkontaminierter Luft gewährleitstet sein, die Crewmitglieder in die Lage versetzt, ihre Aufgaben ohne Unwohlsein und Ermüdung zu erfüllen, sowie Passieren einen beträchtlichen Komfort zu ermöglichen“ UND “Crew und Passagier-Kabinen–Luft muss frei von harmlosen und giftigen Schadstoffkonzentrationen, sowie von Gasen und Dämpfen sein.”

Die „Contaminated Air Protection Conference“ hat festgehalten, dass Expositionen mit Ölrückständen und Dämpfen im Flugzeuginneren ein ernsthaftes Giftproblem für Crews und Passagiere darstellt und dass augrund dessen, Langzeitgesundheitsbeeinträchtigungen produziert werden können. Die Effekte sind nicht als vorübergehend oder reversibel einzustufen.

Airlinehersteller sollten damit aufhören, Kabinenluft als nicht wichtig zu erachten und sich der Vision anschließen, dass diese Faktenlage bei neueren Designs Berücksichtigung findet, meinte man.

Das gegenwärtige Resümee der Konferenz, welches diese Vision in bereits existierende Flugzeugflotten einbringen will, lautet:

  • Es gibt ein Arbeitsplatzproblem, welches zu akuten und chronischen Krankheiten führt (Flug- und Kabinencrew)
  • Der Arbeitsplatz, der diese Krankheiten auslöst, ist die Flugzeug-Innenraum-Umgebung.
  • Dieses Problem löst signifikante Flugsicherheitseinschränkungen aus und zusätzlich auch inakzeptable Gesundheitsbeeinträchtigungen für das Flugpersonal
  • Passiere können auch unter ähnlichen Symptomen leiden

Es sind verschiedenste chemische Belastungssituationen, die nennenswert sind und sich in der Luftfahrtindustrie zum gesundheitlichen Problem für Flugzeugpersonal auswirken können: (siehe Tabelle der Luftfahrtchemikalien)

  • Kontamination über Kerosinausstoß startender und landender Flugzeuge
  • Applikation von Enteisungsmitteln
  • Hydraulikflüssigkeitsverlust von Landeklappen und anderen hydraulischen Systemen
  • Exzessive Nutzung von Flammschutzmitteln und Konservierungsstoffen
  • Imprägnierungsmittel im Inneren der Flugzeugausrüstung
  • Enorme Akkumulation von Dreck und Staub, der sich im Inneren der APU und des Laderaumes befinden kann
  • Ölkontamination durch synthetische Turbinenöle


Organophosphate sind zur Anwendung in der Medizin, Industrie und Agrikultur als Pestizid entwickelt worden.

Diese Nervengifte sind nicht nur neurotoxisch chronifizierend, sondern auch sehr persistent und verursachen eine irreversible Inhibition der Acetylcholinesterase, die in einer Akkumulation des Acetylcholins ausartet. Die Organophosphat-Gruppe löst den akut nekrotischen und neuronalen Zelltod (Apoptose) aus und beinhaltet alle klinisch relevanten und toxikologisch zu bewertenden oxidativen Stressfaktoren. Sie greifen direkt die lipophilen Schichten einer Zelle an und dringen bis in den Zellkern ein. Diese Schädigung ist, abgesehen von der Mutagenität (Genmutationsauslösung) dieser Neurotoxine, als lebensgefährlich einzustufen. Zunächst ist eine Energiestoffwechselstörung (ATP-Atmungskette gestört), dann die Zellentartung, meist in Form von Krebs, und letzten Endes der Zusammenbruch der Immunfunktion die letztgültige Folge.

Mögliche Schutzmaßnahmen:

  • Es gäbe die Möglichkeit Filter oder Messverfahren einzusetzen, aber zur Kostenersparnis zieht man bisher noch immer die „toxische“ Kabinenluftzufuhr, vor.
  • „Quick Donning Masken“ mindestens auch für die Kabinencrew und noch besser auch für Passagiere (Verschwiegen wird bisher, dass die Sauerstoffmasken in der Flugzeugkabine keinen Schutz vor Giftstoffen im Notfall bieten. Da der Nutzer - egal ob Crew oder Passagier - nur ein Sauerstoff-Kabinenluft-Gemisch einatmet, gewährleisten die Masken im Notfall „Fume - Event“ oder Pestizidsprühung keinen ausreichenden Schutz vor einer Vergiftung. Anders sieht es mit dem Schutz der Cockpitbesatzung aus. Piloten werden im Notfall über die zur Verfügung stehende „Quick Donning Maske“ mit schadstofffreier  Luft versorgt – auch wenn meistens bis zum Aufsetzen der Maske zu viele Toxine inhaliert wurden. 

Bisherige Maßnahmen und Schritte seitens der Verantwortlichen:

Von Juli 2004 bis August 2008 führte Boeing Studien durch, um die Rauch- und Brandfälle reduzieren zu können (studies of smoke and burning odor (SBO) events occurring on airplanes).

Die Konsequenzen aufgrund solcher Vorfälle sind weitreichend, stellte man fest. Fluganullierungen, Zeitplanverschiebungen, Notfallsituationen, Flugzeugevakuierungen, Unterbringung von Passagieren nach Flugausfällen, Wiederbefüllung der Sauerstoffversorgungsgeräte und nicht zu unterschätzender Zeitaufwand um die Notfallausrüstung wieder einsatzbereit zu machen.

Diese Studien zum Vorkommen von SBO-Events, bezogen auf die Boeing-Muster 737, 747, 757, 767, und 777 wurden im Jahre 2004 initiiert. Man dachte bereits über die Installation eines Rauchgas- und Öldetektors nach. Aufgrund der potentiellen Gefahr für den Menschen im Falle eines „Fume-Events“ wurde man sich einig, dass unverzügliche Korrektur des Sicherheitsstandards erfolgen sollte.

Boeing entwickelte ein Öl-Detektor-Kit, welches schnell in Gebrauch genommen werden kann. Es identifiziert die Ursachen von Ölleckagen oder Aerosol-Gerüchen. Dieses „Kit“ beinhaltet unter Anderem ein tragbares Infrarot–Spectrometer. Dieses Kit kann im Web Portal unter www.MyBoeingFleet.com unter der Registriernummer J21009 bestellt werden.


Werden diese Möglichkeiten zum Schutze der Menschen an Bord breitflächig genutzt? – Keineswegs!

Sollten Sie sich fragen warum, dann könnten Sie eventuell auf die Schlussfolgerung kommen, dass die Airlines irgendetwas mehr fürchten, als die weitere Vergiftung von vielen Passagieren und Mitarbeitern – die in der Regel sowieso vor einem Flug nicht über die toxischen Gefahren an Bord informiert werden – obwohl es Pflicht wäre, dies zu tun. 

Erkennungsmerkmale & Erstmaßnahmen:
Sollten Sie in der Kabine einen bläulichen Dunst,  Rauch oder einen Geruch nach „stinkenden Socken“, „einem nassen Hund“, „Erbrochenem“ oder einen süßen, öligen Geruch wahrnehmen, melden Sie es direkt der Cockpit. Bestehen Sie auf das Erstellen eines Reports oder/und berichten Sie eigenständig über diesen Vorfall – am Besten in mehrfacher Ausführung - an die zuständigen Fachbereiche.

Notieren Sie sich folgende Details:

  1. Datum, Route, Flugnummer, Flugzeugtyp- und Kennung (Boeing, Airbus), Sitz- und/oder Arbeitsplatzposition
  2. Wann haben Sie Gerüche, Gase, Rauch oder/und Dämpfe in der Kabine wahrgenommen? Notieren Sie die Uhrzeit und präzise den Verlauf (im Steigflug, Sinkflug oder Reiseflug, Flughöhe, am Gate oder nach der Landung bzw. während des Rollens), Dauer, Zeugen (Sitznachbarn mit Namen und Anschrift).
  3. Beschreiben Sie Einzelheiten genau (Luftverfärbung und Ähnliches)
  4. Wie lange haben Sie die Dämpfe inhaliert und wahrgenommen?
  5. Informieren Sie die Besatzung/Crew über Ihre Wahrnehmung und bitten Sie um sofortige Klärung durch den Kapitän.
  6. Bei gesundheitlichen Problemen, bitten Sie um Sauerstoffgabe.
  7. Lassen sie einen Arzt ausrufen, der gegebenenfalls die Symptome protokolliert und sie untersucht. Dies dient auch dem Kausalitätsnachweis im Nachhinein bei möglichen Schadenersatzklagen.
  8. Ist kein Arzt im Flieger, erwirken Sie eine schriftliche Bestätigung seitens der Besatzung.
  9. Notieren Sie sich die Namen der Flugbegleiter/Kollegen.
  10. Gehen Sie direkt nach der Landung zum nächstgelegenen, unbefangenen Umweltmediziner oder/und Neurologen, Radiologen, Kardiologen und insbesondere toxikologisch geschulten Mediziner (Ausleitungsverfahren sollten m. E. nach Bestandteil möglicher Therapieformen sein) – bestenfalls nicht in eine privatisierte Klinik mit Aktieneignern aus der Luftfahrt- und Chemieindustrie. 
  11. Zeigen Sie diesen Unfall (Vergiftung) im Anschluss bei der Berufsgenossenschaft (am Besten durch den Arzt - der dazu laut SGB VII verpflichtet ist) oder / und Ihren  Versicherungen an.

Lassen Sie sich Untersuchungsbefunde ausdrucken (Blutbild auf Intoxikationsparameter, SPECT, PET, EEG, EMG oder/und  EKG) und mitgeben.

Auf Standarduntersuchungen und den Aussagen von unzureichend geschulten Ärzten und Therapeuten kann man sich als Vergiftungsopfer leider nicht verlassen. Eine toxikologische Bewertung seitens eines „unbefangengen“ Spezialisten ist überlebensnotwendig.

Die aufgeführten Untersuchungen können bei Verdacht auf eine Vergiftung (z.B. durch  TCP – Trikresylphosphat, Beryllium oder/und Pestizide) hinweisend sein und ggf. den Kausalzusammenhang zwischen der Vergiftungsauslösung und dem jeweiligen Flug herleiten:

  • Nachweis über das Blut von Berrylium u. Aluminium
  • Biopsie des Fettgewebes zur Identifikation des Giftstoffs (Langzeitvergiftung)
  • Schwermetalle können teilweise direkt im Blut oder im Schweiß nachgewiesen werden (fragen Sie nach einem Spezialisten für Chelattherapien)
  • Mitochondrienfunktion (Energiestoffwechsel) - ATP
  • Gesamte Oxidative Stress-Messung  als Hinweis für eine Schwächung der biochemischen Abwehrfunktionen und Indikator für eine angepasste Therapie
  • Immunfunktionsuntersuchungen (neueste Medizin und Wissenschaft und somit Neuland für vor Jahrzehnten ausgebildeten Medizinern) - Killerzellen und B-Lymphozyten - Nachweis zur Objektivierung eines verschobenen Immunsystems (T-Supressorzellen sind oftmals bei einer Vergiftungen auffällig).
  • Die Leber- und Nierenfunktionswerte sollten unter Beobachtung bleiben und ausreichend stabilisiert werden.
  • Die Entgiftungskapazität ist des Öfteren eingeschränkt. Empfehlenswert kann die Überprüfung der selbigen sein (Glutathion-S-Transferase, 5-Nucleotidase, RBC Glutathion, Coffein und Paracetamol-Verwertung).
  • Hormonelle Untersuchungen zeigen auffällig oft klassische Schilddrüsenfunktionshemmungen (Thyroxin)
  • Cortisolgehalt im Speichel
  • DHEA-Spiegel (Dehydroepiandrosteron / 24 Stunden)
  • ADH-Ausschüttung (Antidiuretisches Hormon) kann unzureichend sein
  • Der Melatoninspiegel und der Serotoninspiegel kann oftmals verschoben sein
  • Sexualhormone können eingeschränkt sein – Libidoverlust
  • Die Bluthirnschranke kann angegriffen sein
  • Die Knochendichte in Handgelenken, Hüften und Rückgrad kann abnehmen und zu Osteoporose – Auffälligkeiten führen (Unreguläre Konzentrationen von Knochenmetaboliten wie Dooxypryridinoline und N-Telopeptide im Harn).
  • Neurologie: Psychometrische Untersuchungen können in Verbindung mit speziellen psychologischen Tests schwere Gedächtnisstörungen, Probleme der Informationsverarbeitung und eine gestörte Lern – und  Konzentrationsfähigkeit objektivieren. Aufgrund der Neurotoxizität von Pestiziden / Organophosphaten sind diese Ergebnisse für viele Vergiftete niederschmetternd
  • Nervenleitstörungsuntersuchung
  • Neurologische Untersuchungen (Folgen einer Vergiftung durch neurotoxische Stoffe)
  • Nuklearmedizin: Gehirnschäden werden oft über eine SPECT und / oder PET – Untersuchung nachgewiesen.

Die meisten Untersuchungen, die eine Vergiftung objektivieren können, sind aus den Leistungskatalogen entnommen worden. Lieber steckte man bisher Vergiftete in Psychiatrien, als in die Obhut einer hilfreichen Fachkraft. Erkämpfen Sie sich ihre Rechte der Gleichbehandlung und Fürsorgepflicht!

Neurologische Ausfallerscheinungen wirken sich zwar auch oft auf die Psyche aus aber bedenken Sie bitte:
Eine Vergiftung als Ursache folgender somatischer (körperlicher) Beschwerden und Integration der Psyche entspricht einem Somato-Psychischen (erst der Körper, dann die Psyche in Folge) Krankheitsbild. Eine Psycho-Somatische Diagnose soll Sie und ggf. Behörden, bei tatsächlich erfolgter Exposition mit einer Noxe (einem Gift)  - eher von der Wahrheit ablenken und vom Gegenteil - also alles Hypochondrie und Einbildung  - überzeugen.

Hinweis: Eine exogene (äußerlich) Ursache, z.B. ein Nervengift aus dem Flugzeuginnenraum, als Auslöser einer Erkrankung/Schädigung ist nicht selbstverschuldet und löst einen Schadenersatzanspruch aus. Dieser Schaden entspricht der Körperverletzung.

Bei einer Erkrankung am Arbeitsplatz stellt sich die Frage, ob der Arbeitgeber seiner Fürsorgepflicht nachgekommen ist. Um Regressansprüchen aus dem Wege zu gehen, vermeiden Verantwortliche oft die Anerkennung der Sach- und Beweislage. Es wird auf den Beweis des Kausalzusammenhangs gepocht.

Daher gilt: Beweise vom 1. Moment an sammeln & Prävention, statt Nachsorge!



Vergiftungen im Flugzeug durch neurotoxische Pestizide - Pyrethroide

So manches Fernreiseziel erfordert die Aussprühung von Pestiziden vor Landung – genauer gesagt – in rund 60 Ländern dieser Welt dürfen die Kabinentüren nur nach Insektizideinsatz geöffnet werden. Bevor der Nachweis nicht durch das Aushändigen der leeren Sprühdosen bewiesen wurde (die verplombt vor Abflug der Besatzung übergeben wurden), dürfen die Passagiere nicht aussteigen. Passagiere werden über diese Maßnahmen nicht aufgeklärt. Es riecht in der Kabine wie ein Raumbeduftungsspray und der Kontakt tut auf Anhieb nicht weh. Wenige Flugreisende kennen die Gefahren und so kann seit vielen Jahren unbeschwert gesprüht und vergiftet werden.

Dass Flugzeuge (in der Werft) und Flughäfen auch regelmäßig mit den Pestiziden (An 3. Stelle der giftigsten Nervengifte) ausgesprüht werden, kümmert kaum jemanden. Dass „zid“ für tödlich steht, findet auch keine Beachtung. Stattdessen wird fälschlich behauptet, dass es eine Vorsorgemaßnahme gegen gefährliche Schädlinge sei. Dass die meisten Insekten, im Gegensatz zum Menschen, bereits resistent gegen diese „Tötungsmittel“ sind, wird ebenso verschwiegen wie die Tatsache, dass es eine Lüge ist, zu behaupten, dass die WHO zu diesen Maßnahmen verpflichtet.

Wie weitreichend ist der Einfluss und Vertuschung seitens der Pestizidhersteller und deren Profitanhängigen?

  • Die Beschwerden in Folge von Pestizidvergiftungen, vor allem des Flugpersonals und der Vielflieger, häufen sich seit Anfang der Neunziger. Vergiftungen wurden zu Genüge dokumentiert und objektiviert (Pyrethroidstudie Prof. Müller-Mohnssen – GSF-Institut München / Fachgespräch Bundestag)
  • Laut Betriebsarzt der größten deutschen Airline waren bereits 1999 rund 3000 Crewmitglieder mehr oder minder betroffen/vergiftet (Augenzeugen sahen den Aktenberg)
  • Flugbegleiter - Klage bei der Frankfurter Staatsanwaltschaft wurde fallengelassen
  • Aus Klägern wurden Opfer und Beklagte und bei den Herstellern und Verantwortlichen der Luftfahrtindustrie und Politik herrscht „Schweigen im Walde“
  • Bereits Anfang der Neunziger wurden die weitaus gefährlicheren Pyrethroide, als Nachfolger des verbotenen DDT und Lindans, eingesetzt (Buchtipp hierzu „Von Menschen und Ratten“ – Erich Schöndorf)
  • Sogar die Sprecherin des deutschen Bundesinstituts für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) Irene Lukassowitz bestätigte, dass die Diskussion um die gesundheitsschädigende Wirkung der Pestizide erst durch eine Klage von Stewardessen aufgekommen sei.
  • Mit der Behauptung dass der Inhalt der Pestiziddosen (rund 6 Sprühflaschen) meist vor Boarding in die Toiletten oder aus der Kabinentür gesprüht wird, will man eine mögliche Verunsicherung vermeiden aber dass dennoch sämtliche Innenraummaterialien in der Regel durch Pestizide mit Langzeitwirkung kontaminiert sind, und das Wickeln eines Säuglings in einer solch besprühten Toilette mindestens für den Säugling zur Lebensgefahr ausarten kann, wird verschwiegen.


Auszug aus der Leitlinie - zur Anwendung empfohlen, wenn ärztliches Handeln im Zusammenhang mit einer Exposition gegenüber organischen Phosphorverbindungen (Organophosphate/OP) erforderlich ist:

Stoffeigenschaften:
Insektizide (Ester der Phosphorsäure, Phosphonsäure oder Dithiophosphorsäure):
I.d.R. lipophile, flüssige oder feste Verbindungen mit z.T. hohem Dampfdruck. Sie haben einen charakteristischen, unangenehmen, meist knoblauchartigen Geruch. Ihre Toxizität (Acetylcholinesterase-Hemmer) liegt je nach Stoff zwischen sehr giftig (z.B. Parathion, E605) und keiner Gifteinstufung.

Weichmacher/Flammschutzmittel/Schmiermittelzusätze (Phosphorsäuretriester (Trialkyl-, Triaryl- und Alkyl/Aryl-Phosphorsäureester):
Sie können sowohl wasserunlöslich wie wasserlöslich sein. Manche riechen schwach aromatisch. Ihre Toxizität reicht von sehr giftig (Tri-o-kresylphosphat) bis zu keiner Einstufung.
Einige Phosphorsäureester enthalten Halogenatome, die die flammhemmende Wirkung zusätzlich erhöhen (z.B. TCEP: Tris(2-chlorethyl)phosphat). TCEP ist nach TRGS 905 als krebserzeugend und fruchtbarkeitsgefährdend Kategorie 2 eingestuft.

Experten behaupten aktuell, dass die Kombinationswirkung von Pestiziden mit Phosphorsäure zu einer 1200-fach erhöhten Wirkungsverstärkung führen kann!!

Exposition und Belastung:
Intoxikationen gegenüber den Trialkyl/arylphosphaten können bei der Verarbeitung als Weichmacher und Flammschutzmittel für Kunststoffe, als Schmiermittelzusatz, im Motorenöl und als unbrennbarer Zusatz für Hydraulikflüssigkeiten auftreten. Verwechslungen der Trikresylphosphate (das toxische Isomer ist Tri-o-kresylphosphat) mit Speiseöl bzw. Verfälschungen haben in der Vergangenheit zu schweren Vergiftungen geführt. Hauptaufnahmewege sind somit inhalativ und oral, verzögert auch perkutan.

In England wurden im Jahre 2006 über 1050 TCP-Vorfälle seitens der Luftaufsichtsbehörde erfasst. In Deutschland ist bisher eine solche Offenlegung unvorstellbar. Die Airlines halten sich bedeckt.  ARD-Redakteure nahmen heimlich auf Flugzeugen, prominenter Airlines, Proben und ließen sie analysieren. In 28 Proben konnte das Labor jeweils hohe Mengen an TCP nachweisen. Die Vergiftungsgefahren sind einer mangelhaften Konstruktion der Kabinenbelüftung zu verdanken.

Um das Ausmaß der Chemikalienvielfalt und der Zusammenhänge zu Crew- und Passagiervergiftungen qualifiziert zu erfassen, sollte der neueste medizinisch toxikologische Wissensstand zu Kombinationswirkungen von Chemikalien einbezogen werden.

Der „Berufsverband der Flugzeugführer Deutschland“ ist eine seit 1988 bestehende Arbeitsgruppe der „Vereinigung Cockpit“, die sich mit dem Thema Flugsicherheit auseinandersetzt. Die Mitglieder sind überwiegend aktive Piloten deutscher Fluggesellschaften.

Am 08.05.2009 veröffentlichten sie den Artikel „Bleed Air Oil Contamination“.

Hier nun ein Auszug der Inhalte:

  • In 2007 stellte der BFU als zweite häufigste Ursache von schweren Störungen den Ausfall von Besatzungsmitgliedern wegen gesundheitlicher Beeinträchtigung (Flight Crew Incapacitation) während des Fluges, also 17% aller schweren Störungen mit Flugzeugen größer 5,7t. fest.
  • In einer Studie des „Australian Transport Safety Bureau“ untersuchte man die medizinischen Ursachen für die Piloten „Incapacitation“:
    • gastrointestinal illness (food poisioning) (21%) = Lebensmittelvergiftung
    • exposure to toxic smoke and fumes (12%) = Exposition mit giftigen Rauch und Gasen
    • loss of conciousness, unspecified reason (9%)= Bewusstseinsverlust, unspezifizierter Ursache
    • heart attack (8%) = Herzinfarkt
  • Sind Triebwerke also 100-prozentig dicht? Antwort: ein klares Nein! 
  • Gibt es im Cockpit Warneinrichtungen für den Fall von Bleed Air Oil Kontamination? Zurzeit noch nicht!
  • Anfang März (2009) erging eine Aufforderung des ASHRAE Presidenten (American Society of Heating, Refrigerating and Air-Conditioning Engineers, Inc.) an die Direktoren von FAA und EASA sich dringend bis Jahresende mit dieser Problematik auseinanderzusetzen und entsprechende Vorschriften zu erlassen
  • Das einzige, derzeit existierende „Warninstrument“ im Cockpit sind die Nasen der Crew. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass dieser „Sensor“ bei einem Bleed Air Event höchst unzureichend ist. Der Geruchssinn lässt nach ein bis zwei Minuten stark nach, weil die Geruchsrezeptoren schnell gesättigt sind (Adaptation). Wie kann man im Cockpit Bleed Air Oil Kontamination feststellen?
  • Lufttüchtigkeitsanweisung des Luftfahrt-Bundesamts:

„Öl-Kontamination in der Klimaanlage (Air Conditioning - Oil Contamination): Eine Ölleckage im Bereich der Klimageräte, Triebwerke, APU … können zur gesundheitsschädlichen Verunreinigung der Kabinenluft führen und Vergiftungserscheinungen bei der Flugbesatzung verursachen (Hervorg.d.V.)“

  • Sowohl Hersteller als auch Airlines haben offenbar das Problem und seine potentiellen Auswirkungen bisher unisono verharmlost.
  • Die weitere Vorgehensweise ergibt sich durch die Herstellervorschriften und die entsprechenden Checklisten für „Fumes“. Auf jeden Fall ist ein Eintrag ins technische Bordbuch (TLB, Techlog) erforderlich.
  • Eine Beeinträchtigung der Cockpit und/oder der Kabinenbesatzung stellt in jedem Fall eine schwere Störung der Fugsicherheit dar und ist laut § 5 LuftVO ein meldepflichtiger Vorfall.

Dass dringender Handlungsbedarf angezeigt ist, dürfte wohl hiernach außer Frage stehen. Mit den vorhandenen Dokumentationen, Studien und Berichten ließen sich ganze Flotten von Flugzeugkabinen verkleiden. Auch wenn für viele Crewmitglieder die Prävention zu spät kommt, die heutigen Aktiven und Verantwortlichen haben nicht nur die Chance, sondern bei der Wissenslage die Pflicht, mit einem klareren Bewusstsein, weitere Körperverletzungen zu verhindern und den bereits Erkrankten zu helfen.

Allzeit giftfreie Flüge!



Internationale Quellen und Links zum Thema „Giftstoffe in Flugzeugen – Vergiftungen durch den Flugbetrieb“:

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Susan Michaelis: www.susanmichaelis.com ^
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Wenn Nervengift ins Flugzeug gelangt - WELT:
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WDR - Rückschau: Luftfahrt - Ungefiltert eingeatmet  - 3. Februar 2009 im Ersten
http://www.daserste.de/Plusminus/beitrag_dyn~uid,vwdsmo65hl9m13by~cm.asp ^
Die Swiss: “Wir nehmen das Thema sehr ernst und installieren freiwillig neue Technologien“
v.26.04.2009: http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Piloten-schlagen-Alarm-Giftqualm-in-SwissJets/story/18442555 ^
Fliegen macht krank (1) Nervengift in der Kabinenluft (SB)
http://schattenblick.net/infopool/natur/chemie/chula250.html ^
Fliegen macht krank (2) Der Duft von alten Socken (SB)
http://schattenblick.net/infopool/natur/chemie/chula251.html ^
Fliegen macht krank (3) Diagnose unbekannt (SB)
http://schattenblick.net/infopool/natur/chemie/chula252.html ^
Kassensturz zu kontaminierter Flugzeugluft:
http://www.sf.tv/sendungen/kassensturz/manual.php?catid=kassensturzsendungsartikel&docid=20090203-flugzeug ^
Piloten schlagen Alarm: Giftqualm in Swiss-Jets:
http://videoportal.sf.tv/video?id=b98140fc-1d0c-4c0f-9273-9a3a9cc80afc ^
Vereinigung Cockpit:
http://www.vcockpit.de/index.php?id=261&tx_ttnews[tt_news]=12597&tx_ttnews[cObj]=666 ^
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Channel 5, Seattle: First clip: http://www.king5.com/video/?z=y&nvid=221600 ^
Second clip: http://www.king5.com/video/healthlink-index.html?nvid=228629 ^
Third clip: http://www.nwcn.com/video/index.html?nvid=356379 ^
Fourth clip: http://www.king5.com/localnews/stories/NW_071709INV-jet-fumes-hearing-KC.4eb5e206.html  ^
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Süddeutsche Zeitung: "Bedrohung aus der Dose":
ORF: http://sciencev1.orf.at/science/news/44685 ^
Plane lands with burst tyre - Aviation engineers have carried out safety checks on a plane which carried out an emergency landing in Exeter after one of its tyres burst. Video: http://news.bbc.co.uk/player/nol/newsid_7050000/newsid_7053000/7053002.stm?bw=nb&mp=wm&news=1&ms3=6&ms_javascript=true&bbcws=2  ^
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Neues Reagenz zum Nachweis von Organophosphat-Nervengiften
Analytik-News: URL: http://www.analytik-news.de/Presse/2009/506.html  ^
- Die Fluggesellschaften kennen das Problem von verunreinigter Kabinenluft schon seit Jahren – doch sie tun dagegen viel zu wenig: http://www.sf.tv/sendungen/kassensturz/manual.php?catid=kassensturzsendungsartikel&docid=20090203-flugzeug ^
- Vorgehensweise bei einem “Fume-Event“. Boeing empfiehlt (Flight Crew Response to In-Flight Smoke, Fire, or Fumes): http://www.boeing.com/commercial/aeromagazine/articles/qtr_01_09/pdfs/AERO_Q109_article03.pdf ^
- Einen Fragebogen zur Kabinen-Luft-Qualität /  “Cabin Air Quality onboard Large Aeroplanes” kann man sich herunterladen unter: http://hub.easa.europa.eu/crt/docs/viewnpa/id_81 ^
- „Positionspapier Bundestag  - Die Grünen "Chemie und Umweltgesundheit" - Umweltkrank durch Chemikalien: http://www.kotting-uhl.de/themen/umwelt-gesundh/090630_btfr_beschluss_chemie_und_umweltgesundheit.pdf ^
- Die Staatsanwaltlichen Ermittlungen zu Pestiziden in Flugzeugen liefen 1997/98 Landgericht FRA/Main
-„Mensch, Wissenschaft und Kommerz - eine Problembeziehung“ - Pyrethroid-Desinsektionsmittel gefährden Gesundheit von Flugbegleitern /UFO-Report 19/1996-97
-„Gesundheit im Weltluftverkehr“ / Diskussionsrunde im UFO-Büro mit Experten ( u..A.PAN, Prof.Müller-Mohnssen, Dr. Lutz Bergau, Dr.Greim): Pyrethroide UFO Report 20+21/1997
Flugbegleiter & Pestizidvergiftungen Die Studie - Prof. Müller-Mohnssen.
-„Giftduschen im Flugzeug“ UFO Report 23/1997
-„Die bedenkliche Insektenjagd im Flugzeug“ UFO Report 22/1997
- PM UFO zu „Nervengift im Flugzeug“ v.11.10.1996
- PM UFO zu „UFO e.V. stellt Strafanzeige: Verdacht der Pyrethroidvergiftung in Flugzeugen“ v. 22.11.1996
- Fernsehbericht Monitor zu Pestizidsprühungen im Flugzeug vom 10.10.1996
- Vital 6/97 - Veröffentlichung über Pestizisprühung in Flugzeugen
- Der Spiegel berichtete über Gifte im Flugzeug/Heft 20/1997
- STERN 47/1997 „Die Schatten des Gaskrieges“ - Golf-Kriegs-Syndrom und Nervengifte
- REPORT OF THE INFORMAL CONSULTATION ON AIRCRAFT DISINSECTION WHO/HQ, GENEVA, 6-10 NOVEMBER 1995
- WHO - SAFETY OF PYRETHROIDS FOR PUBLIC HEALTH USE Communicable Disease Control, Prevention and Eradication WHO Pesticide Evaluation Scheme (WHOPES) & Protection of the Human Environment Programme on Chemical Safety (PCS)
- Erneut Parkinsonerkrankung eines Landwirts durch Pestizide als Berufskrankheit anerkannt § 9 Absatz 28GB VII - 29.12.2008
- 1982/83 „Methodik der Umweltforschung“; “Bild der Wissenschaft“; „Zeitschrift für chemische Industrien“ - Aufklärung des Wirkungsmechanismus eines Schadstoffs am konkreten Beispiel des Insektizids Lindan
- 21.3.1984 BGA BundesGesundheitsAmt beuftragt das GSF-Institut/Prof. Müller-Mohnssen damit 8 verschiedene Pyrethroid-Insektizide zu untersuchen. Es soll die Nervenwirksamkeit untersucht werden-Zum Verständnis klinischer Vergiftungsfolgen (Gemessene Ansprechschwelle (Empfindlichkeit) des Nerven)
- 7.5.1984 Abschlußbericht über die Ergebnisse der Untersuchungen vor der Kommission für „Pflanzenbehandlungs- und Vorratsschutzmittel“ der deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Bundesgesundheitsministerium in Berlin und im GSF-Jahresbericht 1984
- Trotz Warnung seitens der Forscher: Anfang 1986 Beginn der Vermarktung und der großtechnischen Anwendung der Pyrethroide
- 17.3.1986 Begutachtung der Forschungsabteilung durch den „Wissenschaftlichen Beirat der GSF“, unter Mitwirkung externer  Wissenschaftler (Prof. D.,aus  München, Sprecher der Vertreter der „Kanaltheorie“/Nervenfunktion, die Warn-Theorie bekämpften).Das Gutachten zur wissenschaftlichen Arbeit fällt positiv aus, Empfehlung dennoch die Forschungsarbeiten einzustellen (passe nicht zur GSF)/Untersuchungen über Pyrethroide wurden mit keinem Wort erwähnt; Prof. Müller-Mohnssen schickte dennoch das Gutachten an alle Wissenschaftler der BRD und der USA
- August 1986 Besuch des GSF-Geschäftsführers Prof. L. beim Präsidenten des BGA,  Prof. Grkl. Nach Angaben von Prof. L. teilte er dort mit: „Die Untersuchungen über Pyrethroide  dürfen aus hochpolitischen Gründen nicht weitergeführt werden!“. Darauf angesprochen hat er den Besuch in einer Sitzung des wissenschaftlich technischen Rates (WTR) dementiert. Prof Lingk meinte darauf: "wir haben hier ein Gesprächsprotokoll"
- 15.4.1987 Fernseh-Reportage von Pierre Matthias über Wirkungen und Gefahren von Pyrethroiden (3. Bayer. Fernsehen „Zeitspiegel“)
- 29.7.1987 Dokumentarbericht im 3. Bayer. Fernsehen „Zeitspiegel“. Erstmalige Vorstellung eines an Pyrethroid-Intoxikation erkrankten Menschen im Fernsehen. Pyrethroid-Intoxikation durch BGA bestätigt
- 22.2.1989 Studio1, ZDF, Buhl bei Bodo Hauser
- 15.9.1991 Globus ARD Bernhard Ebner
- 19.1.1992 Bilder aus der Wissenschaft, ARD, Film von Silvia Matthies/Industrieverband Agrar/Prof. Link BGA/Briefe, in denen das BGA Patienten bestätigt, die an Pyrethroid-Intoxikation leiden
- 08.3.1992 Mona Lisa
- 14.3.1992 Zündstoff, Sivia Matthies/PCP, Lindan (Christel Brem)
- 03.4.1992 Reportage, ZDF; Film von Uli Rothaus
- 21.1.1992 Studio 1 (ZDF)
- 30.6.1992 Markt - ORF - Julia Heiss - Insektenmittel / Interview mit Beamten des Österreichischen Gesundheitsministerium; 18.8.1992 Repellents; 25.8.1992  Wohngifte
- 26.8.1992 Kassensturz (SRG, Schweizerisches Fernsehen); Eberhard Meyer, "Gifte sind überall"
- 07.7.1994 Schreinemakers
- 19.6.1995 Redaktion Markt (WDR). P. Nuvoloni/ Pyrethroide in Kaufhäusern; Bis 1996 folgten rd. 40 Fernsehberichte in allen Programmen, Zeitungsberichte und Monographien (Bücher) über Erkrankungen durch Pyrethroide.
- 04.11.1993 Sachverständigengespräch Pyrethroide im BGA Berlin Planung der "Pyrethroid-Studie"
- 22.12.1994 Interner Bericht über die Ergebnisse der Pyrethroidstudie im Bundesgesundheitsamt (BGA/Berlin); Dr. Altenkirch nannte erstmalig MCS offiziell als Krankheitsbegriff  im Zusammenhang mit „Verdacht auf Intoxikation durch ein Biozid (Pyrethroid)“
- Januar 1995 Pressemitteilung des BGA über die Ergebnisse der Pyrethroidstudie
- 29.3.1995 Öffentliche Anhörung über die Ergebnisse der Pyrethroidstudie im BGVV, Berlin/Vortrag von Prof. Dr. MÜLLER-MOHNSSEN, H."Intoxikationen nach Pyrethroid-Anwendung im  Innenraum"
- 26.2.1996 Gesundheitspolitisches Treffen von Teilnehmern aus Deutschland und USA in  Berlin (1996)/ wurde fälschlich als WHO-Treffen bezeichnet-WHO hat sich offiziell-in einem disclaimer- davon distanziert
- Michaela Haas - Portrait unter dem Titel „Gift-Detektiv“ in Zschr. „Natur“, 11. 1992
- v. Korzfleisch, Friederike, WDR-Redaktion Markt; Fernseh-Magazin-Beitrag über Pyrethroide
- Matthias, Pierre, 1. Pyrethroidsendung
- Weitere Beiträge über Pyrethroide: Nuvoloni, Walter; Klar, Brauer; Annette Saborski

Zusatzinformationmation:
Insektizideinsatz im Ferienflieger - Welche Ansprüche hat der Passagier? °

Aus wiederkehrenden Anfragen an die UmweltRundschau hier nun eine Aktualisierung / Ergänzung (aktualisiert am 08012014 v. AI):

Vergiftungen - Kontaminierte Kabinenluft in Flugzeugen "AEROTOXISCHES SYNDROM"

Informationsblatt bei Verdacht auf (Organophosphat-) VERGIFTUNG

(nach Eintritt von Beschwerden/Symptomen - auch oder gerade ohne Geruchswahrnehmungen)
(C - Copyrights) A.Infante - 111213
___________________________________________________________________________________________

Das ist ein Notfall:
____________________

• Verschluss der Atemwege durch krampfhafte Verengung der Bronchien oder Anschwellen der Stimmbänder bei Inhalation reizender Rauchgase
• Flüssigkeit im Lungengewebe bei Inhalation reizender Rauchgase
• Veränderung des Blutes mit Störung des Sauerstofftransportes oder der Verwertung von Sauerstoff im Körper
• Atemlähmung im Brustbereich (z.B. durch Organophosphat-Pestizide)
• Störung der Atmungssteuerung im Gehirn (z.B. durch Chlorkohlenwasserstoffe);
• Inhalation von Gasen, die den lebensnotwendigen Sauerstoff der Atmosphäre verdrängen


Symptome und Anzeichen können sein u. A.:
• Schwierigkeiten beim Atmen mit einer anfänglichen Erhöhung der Atemfrequenz (über 30 pro Minuten). Abfall bis zum Stillstand möglich
• Ein schneller Puls, üblicherweise über 100 pro Minute
• Bläuliche Haut, Lippen und Zunge purpurfarben
• Das Unfallopfer kann nach anfänglicher Unruhe apathisch und schlaff werden
• Es kann Bewusstlosigkeit eintreten
Bei akuten Organophosphatvergiftungen können durch die Bestimmung der Cholinesterase-Aktivität Anhaltspunkte über die Intoxikation erhalten werden.
• Die Bestimmung der AChE-Aktivität wird als Expositionsindikator besonders empfohlen
• Die inhibitorische Wirkung der Organophosphate auf die AChE ist unterschiedlich
• Vorwiegend erfolgt eine AChE-Hemmung durch Parathion, Methylparathion, Mevinphos, Dimethoat und Azinphosmethyl
• Der Konzentrationsabfall der AChE beträgt bei akuten Vergiftungen mehr als 50 % des individuellen Ausgangswertes, wobei die AChE eine interindividuelle Variabilität aufweist
• Die AChE erreicht wieder ihre volle Aktivität (Ausgangswert) spätestens innerhalb von drei Monaten (je nach Hemmungsausmaß)

Diagnose und Symptome/Anzeichen können sein u.a.:

• (Nach chemischen Belastungen durch Rauch, Nebel oder/und Gase kann es bei Unfallopfern auch zur Reizung und Entzündung des Rachens, der Luftröhre und der Bronchien kommen (Diese Entzündungen treten einige Stunden oder Tage nach Exposition ein)
• heftiger trockener Husten
• Rauhigkeitsgefühl in der Luftröhre im Halsbereich und unter dem Brustbein, das sich durch Husten verschlimmert
• Kurzatmigkeit und Keuchen

ACHTUNG: Sollten die beschriebenen Symptome nicht nachlassen, sollte funkärztlicher Rat eingeholt werden und das Unfallopfer in ein Krankenhaus überführt werden.

Erste Hilfe Maßnahmen bei Verdacht auf eine Vergiftung durch toxische Chemikalien:
__________________________________________________________________________________

1. Beschmutzte, getränkte Kleidung möglichst und sofort ausziehen
2. Nach Einatmen: Frischluftzufuhr
3. Bei Beschwerden Arzt aufsuchen
4. Nach Hautkontakt: sofort abwaschen mit viel Wasser und Seife
5. Nach Augenkontakt: Bei Berührung mit den Augen mit reichlich Wasser spülen und Arzt konsultieren.
6. Nach Verschlucken: Kein Erbrechen herbeiführen
7. Sicherstellung von Atmung bzw. Beatmung
8. ggf. Antidottherapie (abgestimmt mit dem toxikologischen Auskunftsdienst)

Ärztliche!! 1.Hilfsmassnahmen bei Verdacht auf Vergiftung durch Organophosphate

Bei akuten Intoxikationen:
1. Sicherung der vitalen Funktionen
2. Anamnese
- Exposition: berufliches Umfeld, Einhaltung der Schutzmaßnahmen
- Symptome: klinische Allgemeinsymptome
- Verlauf: Beginn, Art und Zeitlicher Verlauf der Beschwerden
3. Untersuchung:
- knoblauchartiger Geruch der Ausatemluft?
- möglich vollständige körperliche Untersuchung auf o.g. Symptome
(bei einer akuten und chronischen AChE-Hemmer-Vergiftung: Hypersalivation, Miosis, Schweißneigung, Übelkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Sehstörungen können Zeichen einer leichteren Intoxikation ein)
- massive Sekretion, Bronchialbeschwerden/Atemnot deutet auf eine schwerwiegendere Intoxikation hin
- Muskelzuckungen - Bei hoher endogener Katecholaminkonzentration können die muskarinartigen Wirkungen überdeckt sein und Tachykardie (Herzbeschwerden) und Hypertonie das Vergiftungsbild beherrschen


4. Biologisches Monitoring:

- Bestimmung der erythrozytären AChE-Aktivität: Reduktion auf 70 % des individuellen
Bezugswertes lässt erste klinische Symptome erwarten;
- Bestimmung der Neurotoxischen Esterase (NTE)-Aktivität

Hinweis:
o Konzentrationsabfall der AChE-Aktivität, bei akuten Vergiftungen von mehr als 50 % des individuellen Ausgangswertes
o Die AChE erreicht ihre volle Aktivität (Ausgangswert) wieder spätestens innerhalb von drei Monaten (je nach dem Ausmaß der Hemmung)
o Zu beachten ist, dass die AChE-Aktivität individuell stark variiert. Bestenfalls sollte daher der Bezugswert des individuellen AChE-Wertes bereits vor einer Belastung bestimmt werden!!!
o Bei Berufsgruppen wie z.b. die des Fliegendes Personals ist daher eine AChE-Bestimmung bereits bei Einstellung oder orientierend nach einer Expositionspause von 3-4 Wochen in Betracht zu ziehen (könnte zu kurz sein, ideal wären 3 Monate, deshalb orientierend)
o Für die Bestimmung der Parameter existiert ein "Mobiler Cholinesterase-Schnelltest zur Felddiagnostik einer Organophosphat-Exposition im Vollblut" - Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Bundeswehr, München (Leiter: Oberstarzt Priv.-Doz. Dr. H. Thiermann)

Zur Methode:
"In einem von der Bundeswehr beauftragten Entwicklungsvorhaben wurde ein mobiles In-vitro-Diagnostikum (IVD) für die Bestimmung der AChE- und Butyrylcholinesterase (BChE)-Aktivität im Vollblut (ChE-Schnelltest IVD) entwickelt und CE-zertifiziert."
Link & Quelle: http://www.wehrmed.de/article/1789

Der mobile Schnelltest liefert innerhalb von ca. 4 Minuten ein aussagekräftiges Ergebnis. Der Wert, der jedoch direkt nach der Exposition mit Nervengiften ermittelt werden kann, sollte bestenfalls in Bezug zum Normalwert (3-4 Wochen andauernder Expositionsstopp (tentativer Normalwert) oder Ausgangswert vor Expositionsbeginn) des Betroffenen gestellt werden und kontrolliert werden.

5. Messung des Indikators für einer Organophosphat - Intoxikation (OPIDN):
Irreversible Hemmung der NTE - Neurotoxischen Esterase (Neuropathy Target Esterase)

Hinweis:
o Die NTE-Aktivität wird bereits nach wenigen Stunden, nach der OP-Exposition, gehemmt
o Als Regenerationshalbwertszeit gilt die Dauer von 5-7 Tagen
o Auch beim NTE-Wert gilt es, die individuelle Schwankungsbreite der NTE-Aktivität zu beachten, die vor einer OP-Exposition zu bestimmen ist [Differenz zum Ausgangsbefund = min. 70 %-Einschränkung der NTE-Aktivität]
o Bei Bestimmung der Acetylcholinesterase in den Erythrozyten, sowie bei der Bestimmung der Neurotoxischen Esterase (NTE) in den Leukozyten sollte auf eine sorgfältig Probenahme geachtet werden.
Zu beachten ist:
Einmalentnahmebesteck (inkl. Antikoagulans z.B. EDTA-Monovette)
mindestens 2 ml Blut durch Venenpunktion
Innerhalb von 8h (bei +4 bis +6°C bis zu 24 Stunden) nach der Blutprobenentnahme sollte eine Abtrennung der Erythrozyten vom Plasma stattfinden, sowie eine Isolierung der Leukozyten
Hämolyse (Auflösung von roten Blutkörperchen, den Erythrozyten) der Blutprobe vermeiden
Detaillierte Dokumentation der Patientendaten, Probenahme
6. Bestimmung von Metaboliten einzelner Organophosphate


Therapeutische Massnahmen - Checkliste:

o Benetzte Kleidung entfernen
o Haut gründlich mit Wasser abwaschen
o Sicherstellung von Atmung bzw. Beatmung
o Antidottherapie (abgestimmt mit dem toxikologischen Auskunftsdienst)

 

"Erkrankungen durch organische Phosphorverbindungen - Organophosphate" Bei Verdacht auf Flugbetriebs-Exposition (Vergiftungen durch Kontaminierte Kabinenluft in Flugzeugen "AEROTOXISCHES SYNDROM")

Einführung

Organische Phosphorverbindungen, auch Organophosphate genannt, sind die Ester und/oder Amide der Phosphorsäure, einige Ester der phosphorigen Säure (Phosphite) und der Phosphorsäureester (Phosphonate). Außer den eigentlichen Phosphorsäureestern fallen auch die entsprechenden Thio- und Dithioverbindungen unter diese Gruppe.

Zahlreiche Phosphorverbindungen können auch in Innenräumen oder/und der Arbeitsumgebung eines Flugzeuges vertreten sein.

Beispielweise werden auch heute noch Flugzeuge mit Insektiziden behandelt. Darüber hinaus befinden sich aber auch Organophosphate in Triebwerksölen (3-5 % Anteil / "finger print")

Neueste Forschungsergebnisse / Studien-Links:
• Development of diagnostics in the search of an explanation for toxic airline syndrome (Lawrence M. Schopfer, Clement E. Furlong and Oksana Lockridge) http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2900449/pdf/nihms203924.pdf
• Autoantibodies to Nervous System-Specific Proteins Are Elevated in Sera of Flight Crew Members: Biomarkers for Nervous System Injury (Mohamed B. Abou-Donia, Martha M. Abou-Donia, Eman M. ElMasrya, Jean A. Monro & Michel F. A. Mulder) http://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/15287394.2013.765369?journalCode=uteh20&#.Uspu97Qc9pi

Organophosphate werden auch als Herbizide und Fungizide eingesetzt. Organische Phosphorverbindungen können allerdings auch in der Herstellung von Kunststoffen und Lacken zur Anwendung kommen. Als Weichmacher, Härter und Beschleuniger, als Emulgatoren, Flammschutzmittel, Hydraulikflüssigkeiten, Schmieröladditive und Antiklopfmittel findet man ebenso Verwendung für diese toxischen Chemikalien.

Metabolismus:
Organophosphate werden durch oxidative und hydrolytische Prozesse umgewandelt. Die oxidativen Prozesse werden durch das Cytochrom P 450 katalysiert und die hydrolytische Spaltung der Esterbindung erfolgt durch Esterasen.
Durch Transferasen werden die Phosphorsäureester demethyliert (Prozess bei dem eine Methylgruppe (CH 3) aus einem Molekül herausgelöst wird)

Im menschlichen Körper können aus Organophosphaten folgende Metabolite entstehen:
1. Dimethylphosphat (DMP)
2. Diethylphosphat (DEP)
3. Dimethylthiophosphat (DMTP)
4. Diethylthiophosphat (DETP)
5. Dimethyldithiophosphat (DMDTP)
6. Diethyldithiophosphat (DEDTP).

Als Schadstoff sei als Beispiel erwähnt:
• Mono-, Di- und Trialkylphosphate
• Diäthyl- und Tributylphosphat
• Triarylphosphate
• Trikresylphosphat
• Alkylarylphosphate
• Diphenylphosphat

Pyrethroide:
• Deltamethrin
• Permethrin

Die Toxizität der verschiedenen Substanzen ist sehr unterschiedlich. Sie ist unabhängig von der Menge der aufgenommenen Substanz und vom Aufnahmeweg.

Toxische Wirkung
Die toxische Wirkung der Organophosphate resultiert aus der Inhibition der AChE und damit des Acetylcholinabbaus, d.h. die spezifische Spaltung des Acetylcholins in Cholin und Azetat wird verhindert. Eine irreversiblen Hemmung des esteratischen Zentrums der Acetylcholinesterase führt zu einer Acetylcholin-Überflutung mit muscarin- und nicotinartigen Symptomen. Durch ständige Nervenimpulse kommt es zu Verkrampfungen und schlimmstenfalls auch zum Tod durch Atemstillstand.

Durch kombinierte Einwirkung verschiedener Wirkstoffe (z.B. mit Pyrethroiden) und durch die in den Präparaten gleichzeitig enthaltenen Lösungsmittel konnten Leberschäden bei Exponierten beobachtet werden.

Organophosphate werden schnell und vollständig über die Lungen und den Magen-Darm-Trakt, verzögert über die Haut, aufgenommen. Letztgenannter Aufnahmeweg spielt vor allem beim Schwitzen eine Rolle.

Die Organophosphate verteilen sich bekanntermaßen gleichmäßig über den gesamten Organismus und durchdringen auch leicht die Blut-Hirn-Schranke.
Metabolische Prozesse können auf die aktuelle Wirkung erheblichen Einfluss haben. Stoffwechselvorgänge können auch zu einer Abschwächung der Giftwirkung führen.

Phosphorsäureester reagieren mit bestimmten Enzymen, insbesondere den Esterasen.

Insektizide Phosphorsäureester gelten als Hemmstoffe der Cholinesterase.

Einige Organophospate, z.B. das Tri-orthokresylphosphat, können so wie einige Insektizide, Lähmungen, durch irreversible Demyelinisierung der Nerven und der zugehörigen Rückenmarksbahnen, verursachen.
Im Rahmen der organischen Phosphorsäureester nimmt die Vergiftung mit Trikresylphosphat eine Sonderstellung ein.

Die Isomere des Trikresylphosphats finden sich in den Triebwerksölen der zivilen Luftfahrt. Bei Aufnahme solcher Öle kann es nach einer Latenzzeit von 1-3 Wochen zu einer an den Extremitäten aufsteigenden motorischen Lähmung kommen. Diese wird durch einen toxischen Metaboliten der mono-ortho-Isomere von Trikresylphosphat erzeugt.

Langzeitwirkungen und Chronische Expositionen:

Bei chronischer Organophosphatintoxikation sind axonale Degenerationen in den langen Bahnen des Rückenmarks progressiv und das Krankheitsbild erinnert in seinem Verlauf an eine multiple Sklerose.

Die Organophosphate können durch Schwellung des Axons zur Axondegeneration beitragen.

Bei akuten Tri-o-kresylphosphat-Intoxikationen kommt es auch zur irreversiblen Demyelinisierung der peripheren Nerven, Vorderhornzellen und der Pyramidenbahn.

Triarylphosphate bewirken pathomorphologisch eine Axondegeneration peripherer Nerven und der Hirnstränge in Höhe des Halsmarkes sowie der Pyramidenbahn in Höhe des Lumbalmarkes. Diese Veränderungen führen zu funktionellen Störungen des peripheren und zentralen Nervensystems.

Eine weitere Esterase für spezifische Organophosphatwirkungen ist die Neuropathy Target Esterase (NTE). Sie ist eine Carboxyesterase, die im Gehirn, Rückenmark und den langen Axonen peripherer Nerven sowie in Lymphozyten vorkommt. Die Hemmung der NTE erfolgt nach Phosphorylierung wie bei der AChE. Nach Abspaltung kommt es zur Ausbildung einer Bindung zwischen dem Serin, im katalytischen Zentrum der NTE und dem Organophosphat. Als Ergebnis entsteht ein nicht reaktivierbares Enzym.

Dadurch kommt es zur primär das Axon betreffenden Schädigung des Nervengewebes mit
nachfolgenden Veränderungen der Myelinscheiden. Auf die Inhibition der NTE durch bestimmte Organophosphate wie Tri-o-kresylphosphat wird die verzögerte Polyneuropathie OPIDN (organophosphate induced delayed polyneuropathy)zurückgeführt.

Die neurotoxische Wirkung der Organophosphate steht in Beziehung zur Hemmung der NTE. NTE könnte als Biomonitoring-Marker für eine durch Organophosphate ausgelöste Polyneuropathie von Bedeutung sein.

Organophosphate zählen zu den Endocrine disrupting chemicals (EDC's) und wirken somit auf den Hormonhaushalt.

Mögliche, chronische Darstellung/Folgeerkrankungsbilder (bis Jahre später in Folge auslösbar, da die Halbwertszeit der als mutagen, kanzerogen und neurotoxisch eingestuften Nervengifte bis zu 5 Jahrzehnte andauern kann):

M Parkinson
infl. Polyneuropathie
Krampfneigung
Leberstörungen
Verringerte Entgiftungskapazität
Allergie und Intoleranzen
Multiple Chemische Sesitivität (MCS)
Nierenerkrankungen
Chronische Erschöpfung (CFS)
chronische Blutbildungsstörungen
Chronische Inflammationsprozesse
Toxische Encephalopathie
erhöhte Gefahr für Leukämie- /Tumor- / Krebserkrankungen)
Multiple Sklerose MS
ALS
Depressionserkrankungen
Chronische verlaufende Vergesslichkeit (Morbus Alzheimer-Bild)

Vergiftungen und Verletzungen durch Chemikalien sind gemäß § 16e des deutschen Chemikaliengesetzes meldepflichtig!


Mögliche Codierungen im ICD-10 (Diagnoseschlüssel zur Bezeichnung einer anerkannten Krankheit) und in BK-Verfahren (Berufserkrankungsanerkennung), die insbesondere auch für Flugpersonal von Relevanz sein können sind:

Vergiftung mit Mycotoxinen (Aflatoxin) T 64.0
Vergiftung mit Organophosphaten T60.0 BK 1307
Vergiftung mit Trikresylphosphat T65.8 BK 1307
Vergiftung mit Per/Cypermethrin T60.1
Vergiftung mit Pyrethroiden T60.2
Vergiftung mit Beryllium T56.7 BK 1110
Vergiftung mit Kerosindämpfen T52.0 BK 1317
Schädigung durch Aluminium (-OH) T49.1 BK 4106
Schädigung durch Ionisierende Strahlung W 91.0 BK 2402

Toxikologische und arbeitsmedizinische Informationen zum Umgang mit vermeintlich Exponierten nach Smoke/Fume/Smell-Event während oder/und nach Flugbetrieb:

Charakteristisch für eine Organophosphatexposition ist die Cholinesterasehemmung. Bereits bei Hemmung um ca. 50 % und mehr (des Normalwertes) treten erste, klinische Symptome mit den Zeichen cholinerger Erregung auf.

Das Bild der Vergiftung kann durch vielfältige Symptome gekennzeichnet sein:

Kopfschmerzen, Schwindel, Verwirrung, Leibschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Erregung, Krämpfe, Halluzinationen, Angst, Beklemmung, Muskel-Zuckungen, Augen-Zittern, Bewusstlosigkeit, Vergesslichkeit, Verwirrung, Benommenheit, Krampfanfälle, Atem- und Kreislaufdepression, Tränen- und Speichelfluss, erhöhte Bronchialsekretion, Bronchospasmus (Dyspnoe), Lungenödem, erhöhte Magen- und Darmdrüsensekretion, erhöhte Peristaltik, Spasmus, Koliken, Durchfälle, Sehstörungen, Bradykardie, Herzrhythmusstörungen, Gefäßtonusminderung, Blutdrucksenkung und vermehrter Schweißproduktion bis hin zu Koma.
Der Tod kann durch Herz-Kreislaufversagen, aber auch durch Atemlähmung, sowie durch einem Lungenödem eintreten.

• Das Acetylcholin reichert sich an den Augennerv - Endungen, der Herzmuskulatur und der Drüsen an.
• Die Anreicherung von Acetylcholin an den motorischen Nervenendungen (Muskelendplatten) verursacht folgende, mögliche Wirkungen: Muskelsteife, besonders im Nacken u. Gesicht, Tremor, Muskelzuckungen, Krämpfe, Sprachstörungen, Taubheitsgefühle (Parästhesien), neuro-muskulärer Block mit Adynamie, bis zur kompletten Lähmung (Paralyse)
• Bei chronischer Einwirkung kann auch die Nervenleitgeschwindigkeit reduziert werden. Eine Reduktion der EMG- Spannungsamplitude, auf einen supramaximalen Reiz ist ebenso möglich.
• Verzögerte Neurotoxizität ist durch verzögertes Auftreten von Ataxien, distalen Axonopathien in Rückenmarks- und peripheren Nerven, sowie einer Hemmung und Alterung der "Neuropathy target Esterase" (NTE) im Nervengewebe verbunden.

Ein Beispiel für solch ein Neurotoxikum ist das Tri-otolylphosphat (CAS 78-30-8, EINECS 201-103-5, CAS- Bezeichnung: Tris(2-methylphenyl)phosphorsäureester), das auch als Tris-ocresylphosphat bezeichnet wird.

Empfehlung: Humanbiomonitoring im Bevölkerungsschutz
FORSCHUNG IM BEVÖLKERUNGSSCHUTZ-BAND 16

Bestellbar unter www.bkk.bund.de oder DOWNLOADVERSION:
http://www.bbk.bund.de/SubSites/SK/DE/Publikationen/Zivilschutzforschung/Forschung-im-Bevoelkerungsschutz/DownloadsFiB/Band-16_Neu.pdf?__blob=publicationFile

Auf Seite 97 -> Vorgehen bei Organophosphatexposition
Auf Seite 130 -> Laboratorienlisten
Auf Seite 132 -> TELEFONNUMMERN GIFTINFORMATIONS-ZENTREN

 

Um realistische Risikoabschätzungen von karzinogenen und genotoxischen Expositionen besser bewerten zu können, bedarf es der Untersuchung von Kombinationen, welche sich von der Einzelstoffbetrachtung loslöst:
o Uni Oldenburg . Prof. Dr. Witte zu Kombinationswirkungen von Schadstoffen
Link: http://cms.bistum-trier.de/bistum- trier/Integrale?SID=B288D5F2EF2560C9E43DD130C8DC5ADE&MODULE=Frontend.Media&ACTION=View MediaObject&Media.PK=11183&Media.Object.ObjectType=full

Für Flugzeuginsassen, die während oder nach einem Flug erkranken, können folgende, diagnostische Parameter in Betracht gezogen werden:

Schadstoffanalytik:

PAK`s
Pyrethroide (Metabolite z.b. Deltamethrin und Permethrin, DDT, Lindan etc.)
Weichmacher (z.b. PCB, PCP)
Organophosphate (TCP + Isomere, Diphenylphosphat)
Berrylium

Weiter Dignostikparameter können sein:
LTT
(ITT)
IGG
IGE
Autoantikörper auf Nervengewebe
CRP
ATP
Melatonin
Serotonin
Effektorzelltypisierung
Genetische Polymorphismen (CYP1A2, NAT2, PON, GSTP1, GSTM1, GSTT1)
Fettstoffwechselparameter
HDL/LDL

GOT + GPT (Leberwerte + Nieren- und Bauspeicheldrüsencheck)
S 100 + NSE (Bluthirnschrankentest)

Da nach Kurz- oder/und Langzeitschadstoffexposition(en) oftmals in Folge auch oxidativer Stress nachweibar ist, kann auch die Messung folgender Parameter ein Hinweis darauf geben, welche Aufbau-Therapie (die nur in Begleitung von Sachkundigen, Ärzten und Therapeuten entschieden werden sollte) sinnvoll sein könnte (Entgiftungstherapien wie z.b. Chelatbildnertheraien & Apherese/Chemopherese, Antidotmaßnahmen, Aktivkohle- oder/und Zeolitheinnahme etc.):

Messung von:

oxidativer Stress Gesamt (Peroxynitritwert)
Homocystein
Vitamine: A D E K (fettlösliche)
B-12 Vitamine (besonders zu beachten ist B 12)
Vitamin C
Coenzym Q 10
Zink
Selen
Gesamtmineralstatus
Candida albicans-Vorkommen

Intoleranzen auf:

Fructose
Lactose
Histamin
Gluten

Allergien auf:

Mykotoxine (Schimmel-Pilze)
Nahrungsmittel
Zusatzstoffe
Kunsstoffe
Mercaptomix
Perubalsam
Metalle
Farbstoffe
Drogerieartikel (Alltag)
Duftstoffe

• Crewmitglieder und Passagiere, die nach einem Vorfall/Flug über nervengifttypische Symptome / Beschwerden klagen, unmittelbar nach Beschwerdeeintritt, mit einer Überweisung (eines D-Arztes oder/und Hausarztes, Notarztes) in eine Umweltmedizinische Ambulanz (z.b Universitätsklinik Göttingen) überwiesen werden

• Sollte dies aus nachvollziehbaren Gründen nicht auf Anhieb möglich sein, empfiehlt sich die Rücksprache mit einer Giftinformationszentrale Nord (z.b. Göttingen).

Dieses Informationsblatt ist nach langjähriger Erfahrung, im Umgang mit Schadstofferkrankten und Beratung mit Toxikologen, Wissenschaftlern, Umweltmedizinern, Laborexperten, Orthomolekularspezialisten, Arbeitsmedizinern und Nephrologen entstanden und entsprechen in keiner Weise einer eigenen,  ärztlichen Empfehlung, da die Autorin keine Medizinerin ist.

Zur Autorin:

Aida Infante
46 Jahre (Ex-Chefstewardess bei LH - Fluguntauglich seit 1999 durch kontaminierte Kabinenluft)
Trainerin & Beraterin & Coach für ganzheitliche Gesundheit, Führen und Verhalten
Freie Journalistin mit Schwerpunkt Umwelt & Gesundheit & Toxikologie & Orthomolekularverfahren
Redakteurin der Online-Zeitung UmweltRundschau.de
1. Vorsitzende des Internationalen Vereins für Umwelterkrankte (IVU e.V.)
Mitglied der Gesundheits AG "Kontaminierte Kabinenluft

Das Wort Krise setzt sich im Chinesischen aus 2 Schriftzeichen zusammen -
das eine bedeutet Gefahr und das andere Gelegenheit.
(John F. Kennedy)

Quellen und Lektüre:

1. Henschler, D: Wichtige Gifte und Vergiftungen. In: Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie für Studenten der Medizin, Veterinärmedizin, Pharmazie, Chemie, Biologie sowie für Ärzte, Tierärzte und Apotheker. Hrsg. W Forth, 7. Aufl. Heidelberg, Berlin, Oxford, Spektrum Akad Verl. 1996,815-906
2. Merkblatt für die ärztliche Untersuchung zu Nr. 1307 der Anlage 1 zur Berufskrankheiten-Verordnung (BKV). Bek. des BMA vom 10.07.1979, BArbBI. 7/8, 1979 http://arbmed.med.uni-rostock.de/bkvo/m1307.htm
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